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Mehr als 1000 jubeln Suu Kyi bei erstem politischen Ausflug zu

„Demokratie-Lady“ Mehr als 1000 jubeln Suu Kyi bei erstem politischen Ausflug zu

Birmas „Demokratie-Lady“ Aung San Suu Kyi ist wieder auf Tour. Die vom Regime gehasste aber im Land verehrte Friedensnobelpreisträgerin fuhr trotz Warnungen des Regimes in die Provinz - und das Volk jubelte.

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Aung San Suu Kyi wurde bei ihrer politischen Tour bejubelt.

Bago. Mehr als 1000 Menschen haben der birmanischen Dissidentin Aung San Suu Kyi bei ihrer ersten politischen Tour in die Provinz seit der Freilassung aus dem Hausarrest zugejubelt. „Wir lieben Dich, Mutter Suu“ stand auf Plakaten, die die Menschen am Straßenrand hochhielten.

Suu Kyi war trotz Warnungen des Regimes in einem Konvoi mit 36 Wagen nach Bago rund 80 Kilometer nordöstlich der Hafenstadt Rangun gefahren. Dort traf sie sich unter anderem mit politischen Aktivisten. Dem Konvoi hatten sich lokale Journalisten und Diplomaten angeschlossen. „Ich möchte euch lieber zuhören als selbst zu reden“, rief die 66-Jährige den Menschen zu. Nach Angaben von Mitreisenden waren zahlreiche Polizisten in Zivil zugegen. Sie hielten sich aber im Hintergrund.

Bei ihrer letzten Tour in die Provinz 2003 war Suu Kyis Konvoi von einem regimetreuen Mob überfallen worden und Dutzende Menschen kamen ums Leben. Suu Kyi entkam, wurde festgenommen, wegen Bedrohung der nationalen Stabilität angeklagt und unter Hausarrest gestellt. Sie kam erst im November vergangenen Jahres frei, eine Woche nach den umstrittenen Wahlen, die die Militärjunta organisiert hatte. Eine von der Junta gegründete Partei gewann haushoch. Die staatlich kontrollierte Presse hatte Suu Kyi vor einer neuen Tour gewarnt und an die Ereignisse 2003 erinnert.

Suu Kyi besuchte Pagoden und Kloster auf ihrer Tour und eröffnete zwei Büchereien. „Ich bin so aufgeregt und begeistert“, sagte eine Bewohnerin des Klosters der Pali-Universität. „Ich hoffe, sie wird nicht wieder festgenommen.“ Ihre Partei Nationalliga für Demokratie (NLD) war im vergangenen Jahr aufgelöst worden, weil sie nicht bei den umstrittenen Wahlen antreten wollte. Die NLD-Büros in Rangun bestehen aber weiter, und die einstige Partei macht als soziale Hilfsorganisation weiter.

Die neue Regierung ist seit April unter einem Zivil-Mantel im Amt. Viele der alten Machthaber haben aber nur die Uniform abgelegt und sind weiter aktiv. Dazu gehört auch Arbeitsminister Aung Kyi. Er hält wie schon vor Antritt der Regierung Kontakt zu Suu Kyi. Die beiden trafen sich am Freitag und sagten in einer gemeinsamen Stellungnahme, sie bemühten sich um Zusammenarbeit.

dpa

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