Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Mehr als 70 Tote bei Anschlagsserie in Ägypten

Terrormiliz Islamischer Staat bekennt sich Mehr als 70 Tote bei Anschlagsserie in Ägypten

Bei der Anschlagsserie auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel sind nach ägyptischen Behördenangaben mehr als 70 Menschen getötet worden. Mindestens 36 Soldaten und Zivilisten sowie 38 Angreifer seien getötet worden, teilten Vertreter von Sicherheits- und Gesundheitsbehörden mit.

Voriger Artikel
Einigung mit Griechenland nicht um jeden Preis
Nächster Artikel
Wikileaks: NSA forschte nicht nur Merkel aus

Auf der Sinai-Halbinsel sind bei einer Anschlagsserie Dutzende Menschen getötet worden.

Quelle: dpa (Archiv)

Kairo. am Mittwoch außerdem mindestens 38 Dschihadisten. Die Regierung in Kairo nahm ein neues Anti-Terror-Gesetz an und reagierte damit auf den Mord an Generalstaatsanwalt Hischam Barakat. Zu den Angriffen im Norden des Sinai bekannte sich der ägyptische Zweig des IS. Demnach waren mindestens drei Selbstmordattentäter an den Angriffen beteiligt. Die "Löwen des Kalifats" hätten zeitgleich mehr als 15 Kontrollpunkte der "abtrünnigen Armee" angegriffen, erklärte der IS im Internet. Die Armee setzte Kampfhubschrauber und Jagdbomber gegen die Angreifer ein.

Die Angriffe fanden im Norden des Sinai östlich von Al-Arisch in Scheich Suweid statt. "Das ist Krieg. Die Schlacht geht weiter", sagte ein ranghoher Militärvertreter der Nachrichtenagentur AFP. Angesichts der Zahl der Angreifer und der Waffen sprach er von "beispiellosen Angriffen". Nach Polizeiangaben verminten IS-Kämpfer unter anderem die Umgebung des Kommissariats, um Verstärkungskräfte abzuhalten. Danach bezogen sie Stellung auf Dächern umliegender Häuser und griffen das Gebäude mit Panzerfäusten an. F-16-Kampfbomber der Armee griffen die Dschihadisten aus der Luft an.

In der Region zwischen Mittelmeer und Rotem Meer hat die Gewalt nach dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi durch das Militär vor fast genau zwei Jahren deutlich zugenommen. Verschiedene islamistische Gruppen sind seither auf dem Sinai aktiv und verüben immer wieder Anschläge auf die Sicherheitskräfte. In dem Konflikt wurden bereits hunderte ägyptische Soldaten und Polizisten getötet.

Am Montag war Generalstaatsanwalt Barakat bei einem Bombenanschlag getötet worden. Das ägyptische Kabinett nahm am Mittwoch ein neues Anti-Terror-Gesetz an, das unter anderem raschere Verfahren vorsieht. Präsident Abdel Fattah al-Sisi hatte nach dem Mord an Barakat schärfere Gesetze im "Kampf gegen den Terrorismus" angekündigt.

Die islamistischen Attentäter wollen eigenen Angaben zufolge mit ihren Angriffen die Unterdrückung der Mursi-Anhänger durch die Militärregierung rächen. am Mittwoch wurden bei einer Polizeirazzia in Kairo neun Islamisten getötet, darunter auch ein ranghohes Mitglied der mittlerweile verbotenen Muslimbruderschaft.

Das Auswärtige Amt verurteilte die jüngsten Anschläge des IS. Sie zeigten, mit welcher Skrupellosigkeit die Gruppe Gewalt für ihre Zwecke nutze. Die Angriffe vom Mittwoch stellen wegen der hohen Opferzahl eine neue Dimension dar und sind ein Rückschlag für al-Sisi, dessen Sicherheitskräfte nicht nur gegen Islamisten, sondern auch gegen fortschrittliche Kräfte mit großer Härte vorgehen.

Zu den Angriffen bekannte sich die ägyptische Gruppe Sinai-Provinz. Die Gruppe hieß ursprünglich Ansar Beit al-Makdess, nach einem Treueeid auf den Islamischen Staat änderte sie ihren Namen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Deutschland / Welt

Die Wahl ist entschieden: Donald Trump wird der 45. Präsident der USA. Auf unserer Themenseite finden Sie aktuelle Berichte, Analysen und Hintergrundinformationen zur Wahl des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. mehr

CDU-Parteitag in Hameln

Zum Landesparteitag der niedersächsischen CDU in Hameln haben sich rund 450 Delegierte versammelt, um über einen Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2018 zu entscheiden. Sie nominierten einstimmig Bernd Althusmann.

Die Karikatur des Tages

So sehen unsere Karikaturisten die Welt.