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Mehrheit für Vergrößerung der Bundeswehr

Umfrage Mehrheit für Vergrößerung der Bundeswehr

Die Mehrheit der Deutschen ist laut Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov angesichts der weltweiten Krisen für eine Vergrößerung der Bundeswehr. Nur 30 Prozent der Befragten sprachen sich gegen eine Aufstockung aus. Auch an Weihnachten beteiligten sich deutsche Soldaten an den Luftangriffen auf den IS in Syrien und im Irak.

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In einer Umfrage hat sich die Mehrheit der Deutschen für eine Aufstockung der Bundeswehr ausgesprochen. 

Quelle: dpa

Berlin/Incirlik . In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov für die Deutsche Presse-Agentur unterstützen 56 Prozent entsprechende Überlegungen von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU). Nur 30 Prozent halten eine Aufstockung für falsch.

Derzeit gehören der Bundeswehr rund 178.000 Soldaten an. Die 2010 in die Wege geleitete Bundeswehrreform sieht eine Truppenstärke von 185 000 Soldaten vor. Im Verteidigungsministerium wird derzeit der zusätzliche Personalbedarf geprüft. Die Ergebnisse dürften spätestens im Frühjahr vorliegen. YouGov befragte zwischen dem 21. und 23. Dezember 2031 Bundesbürger.

Krieg kennt keine Weihnachtsruhe

Viel Zeit hatte die Bundeswehrtruppe im türkischen Incirlik nicht, sich auf Weihnachten vorzubereiten. Die 51 Soldaten sind gerade einmal zwei Wochen auf dem Luftwaffenstützpunkt im Südosten der Türkei stationiert und vor allem damit beschäftigt, Container mit Schlafstuben aufzubauen, den Gefechtsstand in Gang zu bringen und erste Einsätze zu fliegen. 

Immerhin zwei Weihnachtsbäume aus Plastik konnten sich die Soldaten für den Gemeinschaftsraum in einer ehemaligen Krankenstation noch organisieren - samt Elektrokerzen und Weihnachtskugeln. An Weihnachtsruhe war in Incirlik aber nicht zu denken. Syrien ist 80 Kilometer Luftlinie von dort entfernt. In Syrien ist Krieg, die Bundeswehr ist nun daran beteiligt - und Krieg kennt keine Feiertage.

Für drei Soldaten der Luftwaffe begann der Heiligabend mit einem Einsatzbefehl. Um 4.00 Uhr morgens hob das Tankflugzeug des Typs A310 MRTT vom Stützpunkt in Incirlik ab. In den nächsten fünf Stunden betankte es zwei Kampfjets der internationalen Allianz gegen den Terror insgesamt viermal. Es war der neunte Einsatz des Tankflugzeugs seit dem 15. Dezember.

Festessen mit Döner und Baklava

Ganz auf Weihnachten verzichten mussten die Soldaten im Anti-IS-Einsatz aber nicht. Heiligabend gab es dann doch noch einen Gottesdienst in Uniform und ein Weihnachtsessen in zivil - allerdings ohne traditionellen Gänsebraten. Deutsche Köche sind nicht mit dabei in Incirlik. Das Kantinenessen orientiert sich am Geschmack der US-Soldaten, die auf dem Luftwaffenstützpunkt besonders stark vertreten sind. 

"Das was wir normalerweise bekommen, ist sehr amerikanisch", sagt Oberstleutnant Andreas Berger, Sprecher der deutschen Soldaten in Incirlik. Zu Weihnachten habe man sich deswegen mal ein landestypisches Buffet gewünscht, mit Döner, Käse-Börek, Adana-Zwiebelsalat und Baklava-Gebäck. Weltweit verbrachten mehr als 3000 Bundeswehrsoldaten Weihnachten in Einsatzgebieten. Die Marine rettete an Heiligabend vor der libyschen Mittelmeerküste 121 Flüchtlinge aus einem Schlauchboot. Der Einsatz in Afghanistan ist mit 900 Soldaten weiterhin der größte. Aber auch in Mali und im Irak, im Kosovo und im Sudan müssen Soldaten Weihnachten ohne ihre Familien feiern.

Einige durften allerdings noch rechtzeitig nach Hause. 76 Soldaten, die im südtürkischen Kahramanmaras mit "Patriot"-Abwehrraketen stationiert waren, kehrten am Tag vor Heiligabend nach Deutschland zurück. Am 30. Dezember wird der Einsatz zum Schutz des Nato-Partners Türkei vor Angriffen aus Syrien mit dem Abzug der letzten Soldaten beendet.

dpa

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