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Mehrheit der Deutschen ist für Grenzkontrollen

Flüchtlingskrise Mehrheit der Deutschen ist für Grenzkontrollen

Mehr als die Hälfte der Deutschen befürwortet die Wiedereinführung genereller Grenzkontrollen wegen des anhaltenden Flüchtlingszustroms. Das geht aus einer Umfrage für das ZDF-“Politbarometer“ hervor.

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Beamter der Bundespolizei während einer Kontrolle.

Quelle: dpa

Berlin. Der am Freitag veröffentlichten Umfrage des ZDF-“Politbarometer“ zufolge fänden 58 Prozent der Befragten es gut, wenn Grenzkontrollen wiedereingeführt würden, auch wenn dadurch das Reisen und der Güterverkehr erschwert würden. 39 Prozent sprachen sich gegen solche Kontrollen aus, die im Rahmen des Schengener-Abkommens 1985 abgeschafft wurden. Der Flüchtlingsandrang der letzten Monate in Europa hat den Schengen-Raum unter Druck gesetzt. Derzeit haben sechs europäische Länder Grenzkontrollen vorübergehend wiedereingeführt, auch Deutschland - allerdings nicht überall und nur stichprobenartig.

Zudem glaubt die Mehrheit der Bundesbürger, dass die Integration von Flüchtlingen in Deutschland nicht funktioniert. Der Umfrage zufolge bezweifeln 54 Prozent der Befragten, dass die Eingliederung gelingen wird. Im Dezember waren es demnach noch 50 Prozent. Dagegen erwarten laut der Umfrage 41 Prozent der Befragten, dass die Integration funktioniert. Knapp 477 000 Menschen haben dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zufolge im vergangenen Jahr einen Antrag auf Asyl in Deutschland gestellt.

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Unterdessen hat Österreich seine angekündigte Tagesobergrenze für Flüchtlinge in Kraft gesetzt. Seit Freitagmorgen, 8 Uhr, würden nur noch 80 Asylbewerber pro Tag akzeptiert, teilte die Polizei mit. Zugleich ließen die Behörden 3200 Flüchtlinge am Tag nach Deutschland weiterreisen. Sobald diese Grenzen erreicht seien, würden die Grenzen geschlossen, hieß es.

Als Reaktion auf das Vorgehen Österreichs machen auch die Länder entlang der Balkanroute ihre Grenzen für Flüchtlinge dicht: Serbien schloss am Freitag die Grenze zu Mazedonien, Mazedonien wiederum seine Grenze zeitweise zu Griechenland. Die griechische Regierung kritisierte die anhaltende Weigerung vieler EU-Staaten zur Aufnahme von Flüchtlingen scharf.     

dpa

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