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Deutschland / Welt Hat Melania Trump von Michelle Obama abgekupfert?
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Hat Melania Trump von Michelle Obama abgekupfert?
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10:34 19.07.2016
"Dass du hart dafür arbeiten musst" - Melania Trump und Michelle Obama haben offenbar die gleichen Tipps von ihren Eltern bekommen. Quelle: dpa
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Cleveland

Plagiatsvorwürfe gegen Melania Trump: Die Frau des Präsidentschaftsbewerbers Donald Trump soll Teile ihrer Rede beim Parteitag der US-Republikaner ausgerechnet bei der Ehefrau von Präsident Barack Obama abgekupfert haben. Zahlreiche US-Medien berichten über den Fall, in den sozialen Netzwerken werden übereinstimmende Ausschnitte gepostet.  Das Thema war hochgekocht, nachdem die Ähnlichkeiten einem Twitter-Nutzer aufgefallen waren.

Konkret geht es etwa um Melanies Trumps Aussagen über Werte, die ihr ihre Eltern mitgegeben hätten. Ihre Eltern hätten ihr vermittelt, "dass du hart dafür arbeiten musst für das, was du im Leben willst. Dass dein Wort gilt und du tust, was du sagst und deine Versprechen hältst", sagte das frühere Model am Montagabend (Orstzeit) vor den Delegierten.

Sie wiederholte damit fast wörtlich, was Michelle Obama 2008 in ihrer Parteitagsrede gesagt hatte: "Und Barack und ich wurden mit so vielen gleichen Werten erzogen: dass du hart dafür arbeiten musst für das, was du im Leben willst. Dass dein Wort gilt und dass du das tust, was du angekündigt hast."

Damit nicht genug: Auch andere Passagen aus Melania Trumps Rede erinnerten stark an den Auftritt von Michelle Obama vor acht Jahren, einige Sätze enthielten den gleichen Wortlaut. Melania Trump hatte zuvor dem Sender NBC gesagt, sie habe ihre Rede "mit so wenig Hilfe wie möglich" geschrieben.

Trumps Kommunikationsberater Jason Miller ging nicht direkt auf die Plagiatsvorwürfe ein. Er erklärte, Melania Trumps Redenschreiber hätten sich von den Lebenserfahrungen des aus Slowenien stammenden Ex-Model inspirieren lassen. Es seien Fragmente eingeflossen, welche die "eigenen Gedanken" der 46-Jährigen reflektierten.

Trumps dritte Ehefrau Melania war die Hauptrednerin am ersten Abend des Parteitags in Cleveland. Gegner und Anhänger des Präsidentschaftsbewerbers lieferten sich lautstarke Wortgefechte, in der Tagungshalle kam es zu Tumulten. Ein Versuch der Trump-Gegner, die Regeln für die Nominierung zu seinen Ungunsten abzuändern, scheiterte.

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Beim Auftakt des Parteitags der US-Republikaner in Cleveland kommt es zu Tumulten. Innerparteiliche Gegner von Donald Trump starten einen letzten Versuch, seine Nominierung zu stoppen - doch sie scheitern. Am Ende bricht der Kandidat mit allen Regeln des US-Wahlkampfs - und überrascht mit einem Kurzauftritt.

afp/dpa/RND/zys

Eklat beim Parteitag der US-Repulikaner in Cleveland: Trump-Gegner und -Anhänger liefern sich lautstarke Wortgefechte. Zwischenzeitlich scheint die Veranstaltung ins Chaos abzugleiten. Am Ende scheitert ein Antrag, der Trump als Präsidentschaftskandidaten verhindern soll, gleich zweimal.

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