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Melbourne: Terror-Anschlag zu Weihnachten vereitelt

IS „inspiriert“ Melbourne: Terror-Anschlag zu Weihnachten vereitelt

Australiens Polizei hat ein mögliches Blutbad am Weihnachtstag in Melbourne verhindert. Eine Gruppe von Islamisten hatte gleich mehrere Anschläge geplant.

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Die Paulus-Kathedrale im Hintergrund gilt als eins der möglichen Anschlagsziele.

Quelle: dpa

Sydney. Die Polizei in Australien hat nach eigener Darstellung einen drohenden Anschlag am Weihnachtstag in Melbourne verhindert. Bei einem Großeinsatz von rund 400 schwer bewaffneten Polizisten an mehreren Punkten in Melbourne seien sieben Verdächtige festgenommen worden, teilten die Behörden am Freitag mit. Nach Angaben von Polizeichef Graham Ashton waren Anschläge auf mehrere touristische Ziele in Melbourne geplant, unter anderem auf den Bahnhof Flinders Street und Paulus-Kathedrale. Dabei sollte auch Sprengstoff eingesetzt werden. „Wenn uns dies durchgerutscht wäre, wäre es sicherlich ein folgenschwerer Anschlag geworden.“

Sicherheitskräfte in Alarmbereitschaft

Regierungschef Malcolm Turnbull sprach von einem „sehr schwerwiegenden“ Anschlag zu Weihnachten, den die Polizei vereitelt habe. „Diese Terroristen wollten es (Weihnachten) zerstören. Sie wurden gestoppt.“

„Islamistischer Terrorismus ist eine globale Herausforderung, die uns alle betrifft. Aber wir dürfen uns nicht von Terroristen einschüchtern lassen“, sagte Turnbull auch mit Erwähnung des Anschlags auf den Weihnachtsmarkt in Berlin, bei dem zwölf Menschen starben. Die Sicherheitskräfte in Australien seien gegenwärtig in höchster Alarmbereitschaft.

Verdächtige vom IS inspiriert

Die Verdächtigen seien bereits seit einiger Zeit beobachtet worden, erklärte Polizeichef Ashton. Sie seien unter anderem von der Terrororganisation Islamischer Staat und IS-Propaganda „inspiriert“ worden. Sechs der Männer seien gebürtige Australier, der siebte sei ein eingebürgerter Ägypter.

Daniel Andrews, Regierungschef des Bundesstaates Victoria, kündigte zusätzlichen Polizeischutz für Melbourne für die Feiertage an. „Was hier geplant wurde, war nicht ein Akt des Glaubens oder des religiösen Bekenntnisses, sondern es war in seiner Planung eine Tat des Bösen, eine kriminelle Tat.“

Von RND/dpa

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