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Finanzen

Merkel schwört Bürger auf Sparkurs ein


Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Bundesbürger auf einen deutlich spürbaren Sparkurs eingeschworen. Deutschland habe seit vielen Jahrzehnten über seine Verhältnisse gelebt, sagte Merkel am Freitag beim 2. Ökumenischen Kirchentag (ÖKT) in München.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf dem 2. Ökumenischen Kirchentag (ÖKT) in München.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf dem 2. Ökumenischen Kirchentag (ÖKT) in München.

© dpa

Die Verankerung einer Schuldenbremse im Grundgesetz sei deshalb wichtig gewesen. In den kommenden Wochen werde eine Kernfrage deshalb lauten: „Wo können wir sparen?“ Da werde sich dann der Zusammenhalt der Gesellschaft zeigen, betonte die Kanzlerin bei einem Kurzvortrag zum Thema „Hoffnung in Zeiten der Verunsicherung“.

Die Schuldenbremse zwinge dazu, dass zwischen 2011 und 2015 im Bundeshaushalt 60 Milliarden Euro eingespart werden müssten, Ungeachtet unterschiedlicher Jahressummen bedeute dies pro Jahr eine Größenordnung von mehr als 10 Milliarden Euro. „Da wird kein Bereich ausgenommen sein“, betonte die Protestantin und Pfarrerstochter vor mehr als 6000 Zuhörern. Die Rasenmäher-Methode allein gehe natürlich nicht. So müsse die Anerkennung von Erziehungszeiten bei der Rente tabu sein, ebenso die Förderung der frühkindlichen Erziehung.

Aber Subventionen und vieles mehr müssten auf den Prüfstand, „auch Programme, die uns lieb und teuer sind“. So müsse man prüfen, ob die Methoden, mit denen Arbeitslose - „und dafür geben wir viel Geld aus“ - wieder in Arbeit gebracht werden sollen, noch effizient seien.

Zugleich verteidigte die Kanzlerin den Euro-Rettungsschirm. „Halten Sie sich bitte immer vor Augen, dass wir ohne dieses Europa viel schlechter leben würden.“ Merkel wies dazu unter anderem auf die Bedeutung der deutschen Exporte, aber auch auf die Reisefreiheit hin. Es lohne sich, für Europa und den Euro zu kämpfen. Aber klar sei auch, dass strenge Regeln für die Stabilität nötig seien und dass diese auch von allen eingehalten werden müssten. Deutschland müsse jedoch seine eigenen Hausaufgaben machen, bevor es anderen gute Ratschläge erteilen könne.

dpa

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  • Finanzwahnsinn Bürger – 15.05.10
    @Volker Rockel und Andere

    Was mich umtreibt: Das Krisen-Geld der Regierungen (Steuergeld) fließt, aber das System bleibt das Gleiche. Es wird weiterhin nicht hart reguliert. Der „Markt“ für Währungen ist der größte der Welt.

    Hintergrund: Es soll neuartige Spekulanten geben, die sekundenschnell kaufen und verkaufen. Mithilfe von Hochleistungscomputern und komplexer Software wird gehandelt. Jeder kann heute sein eigener Spekulant sein. Ein Tippfehler kann einen Flächenbrand auslösen. Wenn ein Händler beim tippen die falsche Taste drückt beim Eingeben eines Verkaufsauftrages wie z.B. statt auf „M“ wie Million auf „B“ wie Billion, wird aus einem 16 Millionen-Dollar-Auftrag versehentlich einen 16-Milliarden-Auftrag. Was dann entsteht ist klar: Panik! Wird aus der europäischen Krise bei diesem System eine Weltkrise?
  • Kokolores ! Zecke – 15.05.10
    Mit dem Sparapell möchte Frau Merkel das Geld, bzw. die Steuern schonmal einsparen welche künftig nach Griechenland und anderswo gehen.

    Und das in sehr, sehr großen Umfang.

    Die "Sparnummer" ist insofern gegenwärtig nur ein Schachzug im weiteren Spiel der Bundesregierung als Vertuschung derselbigen, die in Haftung geht gegenüber anderen Schuldnerländern und deren Schulden künftig übernimmt.

    So und nicht anders sieht´s aus Freunde.

    Zeit auf die Strassen zugehen und dem Mummenschanz ein Ende bereiten.
  • "Wandelnder Hosenanzug" K.L. – 15.05.10
    Wo er recht hat, hat er recht, der Kabarettist URBAN PRIOL, der regelmäßig die Kanzlerin aufs Korn nimmt! Nicht zu vergessen Merkels Kaffekränzchen mit Liz Mohn & Friede Springer - der thinktank des Jahrhunderts!
  • Merkels Einschwörungstheorie K.L. – 15.05.10
    Einer Kanzlerin, die genau wie ihr Vorgänger die ausgeuferte Finanzindustrie hofiert, die "Blasen der Ackermänner" deshalb mitproduziert hat, steht es kaum zu, den Bürgern vorzuwerfen, sie hätten über die Verhältnisse gelebt! Die gespaltene Gesellschaft sieht dies anders, nämlich wesentlich differenzierter !
  • re: Bürger Volker Rockel – 15.05.10
    Wir sind erst am Anfang der eigentlichen Finanz- u. Wirtschaftskrise aber offensichtlich verschließt die Politik davor die Augen und ergeht sich in Wahrnehmungsverdrängung!?

    Die Reden von Frau Merkel verfolgend, stelle ich mir inzwischen als Bürger die Frage: "Haben wir eigentlich eine Bundeskanzlerin oder ist nur das Amt besetzt worden?".


    Es wäre an der Zeit diese Frage zu beantworten und die Konsequenzen daraus zu ziehen!- So geht das jedenfalls nicht mehr weiter...
  • Ihre Scheinheiligkeit Wolfhart – 14.05.10
    Nach 5 Jahren im Amt als Bundeskanzlerin hat die Pfarrerstochter und Physikerin die Existenz von "Schwarzen Löchern" erkannt! Da muss eine überirdische Erscheinung im Spiel gewesen sein.

    Otto Normalverbraucher, Rentner, Hartz IV-Empfänger haben an der Staatsverschuldung nur einen geringen Anteil. Mit den in 10 Jahren verringerten Real-Einkommen kann man auch schlecht über die Verhältnisse leben.

    Ihre durch Erleuchtung gewonnene Erkenntnis hätte Frau Merkel besser im gemütlichen Kreis mit Herrn Ackermann diskutieren und die ihre Botschaft an geldgeile Banker, gierige Manager, inkompetente Politiker und hochverehrte Steuerflüchtlinge (Zumwinkel, Beckerbauer, Schumacher etc.) richten sollen.

    Dieser Frau gebührt der Titel "Eure Scheinheiligkeit".

  • Das Drama kommt noch Bürger – 14.05.10
    Banken kontrollieren das Land. Es sind Personen aus dem Finanzsektor, die in der Regierung das Sagen haben. Der kleine Mann wird die Zeche zahlen müssen. Die Banken werden mit Staatsgeldern gerettet. Sie produzieren aber nichts Reales. Das Drama kommt noch!
  • Über unsere Verhältnisse gelebt ardilla – 14.05.10
    Natürlich haben wir über unsere Verhältnisse gelebt und werden es weiter tun. Ich denke da an das Milliarden-Geschenk an Griechenland.Aber die Bürger müssen dann eben den Gürtel etwas enger schnallen, sie tun das ja gerne. Und Frau Merkel wurde ja sogar wiedergewählt, also verdienen wir es auch, daß wir geschröpft werden.
  • Finanzen Susi – 14.05.10
    Typische Merkel-Ansprache.
    Die Deutschen haben über ihre Verhältnisse gelebt.
    Was soll ich damit anfangen?
    Nennt die Namen und Adressen; und zwar alle, die es betrifft.
  • Sparkurs H. Schäfer – 14.05.10
    Die letzte beißen die Hunde ! Deutschland, wie viele andere auf der Welt, allen voran die USA, hat seit Jahrzehnten egal ob mit SPD, CDU, Grüne, FDP und Linke (und auch SED) total über die finanziellen Verhältnisse gelebt. Natürlich auch die Bürger. Ein Kredit wird gerne genommen und als positiv angesehen.
    Wie sich Schulden tatsächlich auswirken, lernt man hier nich im Mathe-Unterricht.
    Irgendwann läuft das Schuldenfaß über und wer gerade an der Macht ist, der wird abgestraft. Danach macht man weiter, soweit sich die dunklen Wolken verzogen haben.
    Die Schulden könnten nur abgebaut werden, wenn alle an einem Strang ziehen und sich die gesellschaftlichen Parteien darin einig sind. Aber alle sind so zerstritten im Moment. Nur die Hoffnung bleibt, das die Leute einsicht zeigen. Solche Sachen wie Krieg, teure Waffen, Raumfahrt zum Mars 4, 200,- E Krimsekt, Drogen und Trüffelsalat kann sich eben keiner mehr leisten.
  • Wenn man sich dieses inhaltsleere Gelabber anhört.... audio001 – 14.05.10
    dann stellt man sich als Bürger die Frage, ob Frau Merkel eigentlich weiß, dass sie seit 2005 die verantwortliche Regierungschefin dieses Landes ist!?

    Man kommt zunehmend zu dem Schluss, dass sich Frau Merkel wie eine "Beobachterin der Geschehnisse" fühlt, die jede konkrete persönliche Verantwortung auf irgendeine "imaginäre polititische Macht" versucht abzuwälzen!?


    Offensichtlich ist ihr immer noch nicht klar, dass sie für alles das was in diesem Land seit 2005 nicht geschehen ist, verantwortlich ist!Schlichtweg das Versäumte - was sie nun auch noch selbst beklagt(!) - auf ihre eigen Kappe geht!

    Mein Gott,- wie weit sind wir gesunken, dass wir uns in unserer Regierung mit solchen Poitikern begnügen müssen...
  • Risiko Bürger – 14.05.10
    Sparen, sparen, kein Geld für nichts. Pardon, für den Euro schon. Ich hoffe, es ist inzwischen Konsens in der Gesellschaft, dass wir nicht zuerst Griechenland retten, sondern vor allem die Gläubiger gerettet werden (Banken und Versicherungen). Dafür müssen in letzter Konsequenz wieder die Steuerzahler aufkommen. Keiner glaubt, dass Griechenland je wird zurückzahlen können. Ständig wird der Finanzwirtschaft der Vorrang vor der Realwirtschaft eingeräumt. Das kann nicht gut gehen, bei den Summen, die nun im Spiel sind.
  • sparen frau steingräber – 14.05.10
    "deutschland hat jahrelang über sein verhältnisse gelebt."

    von wegen, frau merkel, dass hat deutschland allein der politik zu verdanken.

    der politik, die den neoliberalen kurs verfolgt.
    deregulierung der finanzmärkte, um die wichtigste ursache der krise zu nennen.

    und ihre politik führt uns in die inflation.
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