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Deutschland / Welt Merkel sichert Großbritannien mehr Zeit für den Brexit zu
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Merkel sichert Großbritannien mehr Zeit für den Brexit zu
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15:01 27.02.2019
Angela Merkel: „Wenn Großbritannien etwas mehr Zeit braucht, dann werden wir uns dem nicht verweigern“, sagte Merkel am Mittwoch bei einem Treffen mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Paris. Quelle: Kay Nietfeld/dpa
Paris

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und der französische Präsident Emmanuel Macron haben London ihre Bereitschaft für eine kurze Verschiebung des Brexits signalisiert.

„Wenn Großbritannien etwas mehr Zeit braucht, dann werden wir uns dem nicht verweigern“, sagte Merkel am Mittwoch bei einem Treffen mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Paris. Man stimme zugleich aber vollkommen darin überein, dass das Austrittsabkommen zwischen der Europäischen Union und Großbritannien gelte, betonte die Kanzlerin.

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Dies habe sie mit der britischen Premierministerin Theresa May am Rande des Gipfels der EU mit der Arabischen Liga im ägyptischen Scharm el Scheich Anfang der Woche noch einmal besprochen, sagte Merkel. Man strebe natürlich einen geordneten Austritt Großbritanniens aus der EU an. „Wir bedauern diesen Schritt, aber er ist Realität. Und wir müssen jetzt eine gute Lösung finden.“

Macron: „Abkommen kann nicht neu verhandelt werden.“

Macron sagte: „Es ist Zeit, dass die Briten eine Entscheidung treffen.“ Für eine Verlängerung müsse es eine klare Perspektive geben. „Wir sind uns einig, dass das Abkommen nicht neu verhandelt werden kann, wenn die Briten mehr Zeit brauchen.“

May hatte am Dienstag erstmals eingeräumt, dass Großbritannien die EU auch nach dem 29. März verlassen könnte. Sie versprach, die Abgeordneten über eine mögliche Verschiebung abstimmen zu lassen. Sollte sie bis zum 12. März mit ihrem Abkommen wieder scheitern, will May die Abgeordneten vor die Wahl zwischen einem ungeregelten Ausscheiden oder einer „kurzen Verlängerung“ stellen.

Lesen Sie auch den Kommentar: May, Corbyn und der Brexit: Kopflos in London

Von RND/dpa/ngo

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