Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
"Es ist abstoßend und beschämend"

Merkel zu Ausschreitungen in Heidenau "Es ist abstoßend und beschämend"

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die rassistischen Ausschreitungen im sächsischen Heidenau mit scharfen Worten verurteilt: „Es ist abstoßend, wie Rechtsextreme und Neonazis versuchen, rund um eine Flüchtlingseinrichtung ihre dumpfe Hassbotschaft zu verbreiten", ließ sie Regierungssprecher Steffen Seibert erklären.

Voriger Artikel
Poroschenko warnt vor russischem Einmarsch
Nächster Artikel
Obama plant für seine Zeit als Ex

Von Linken, Grünen und auch von der SPD kam zuletzt deutliche Kritik, Angela Merkel positioniere sich nicht deutlich genug gegen Angriffe auf Asylbewerber.

Quelle: dpa

Berlin. Die Regierungschefin ließ ihren Sprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin erklären: „Es ist abstoßend, wie Rechtsextreme und Neonazis versuchen, rund um eine Flüchtlingseinrichtung ihre dumpfe Hassbotschaft zu verbreiten. Und es ist beschämend, wie Bürger, sogar Familien mit Kindern, durch ihr Mitlaufen diesen Spuk unterstützen.“ Es gebe keinerlei Rechtfertigung für Gewalt.

Bei nächtlichen Krawallen von Rechtsextremisten und Rassisten waren in der sächsischen Stadt seit Freitag mehr als 30 Polizisten verletzt worden. Seibert sagte: „Deutschland lässt nicht zu, dass Flüchtlinge, über deren schwierige Lebenssituation jeder durchaus einmal nachdenken sollte, von hasserfüllten Parolen empfangen werden oder von alkoholisierten Schreihälsen bedrohten werden.“

Die Zunahme an rechten Übergriffen auf Flüchtlingsunterkünfte bereite der Regierung Sorgen, betonte Seibert. Von rechtem Terror wollte er aber nicht sprechen. „Ich hielte das für eine - was jetzt die Ereignisse in Heidenau betrifft - viel zu weitgehende Aussage auf das ganze Land hoch gerechnet“, entgegnete der Regierungssprecher auf eine entsprechende Frage. „Das ist nicht das Bild, das in ganz Deutschland herrscht, im Gegenteil.“

Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) besuchte die Einrichtung in Heidenau am Montag. Auf die Frage, wann Merkel eine Flüchtlingsunterkunft besuchen werde, sagte Seibert, sie werde dies „zu gegebenem Zeitpunkt“ tun. Von Linken, Grünen und auch von der SPD kam zuletzt deutliche Kritik, Merkel positioniere sich nicht deutlich genug gegen Angriffe auf Asylbewerber.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Kritik von SPD und im Internet

Die Bilder von den Ausschreitungen vor der Flüchtlingsunterkunft im sächsischen Heidenau gingen um die Welt. Die SPD und viele Menschen im Internet fordern von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eine Stellungnahme. Doch die schweigt. Der Protest dazu hat jetzt bei Twitter den Hashtag #merkelschweigt.

mehr
Mehr aus Deutschland / Welt

Die Wahl ist entschieden: Donald Trump wird der 45. Präsident der USA. Auf unserer Themenseite finden Sie aktuelle Berichte, Analysen und Hintergrundinformationen zur Wahl des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. mehr

CDU-Parteitag in Hameln

Zum Landesparteitag der niedersächsischen CDU in Hameln haben sich rund 450 Delegierte versammelt, um über einen Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2018 zu entscheiden. Sie nominierten einstimmig Bernd Althusmann.

Die Karikatur des Tages

So sehen unsere Karikaturisten die Welt.