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Schrittweise kehrt Hartmann ins Parlament zurück

Nach Drogengeständnis Schrittweise kehrt Hartmann ins Parlament zurück

Lange war er von der Bühne verschwunden, nun kehrt Michael Hartmann zurück - wenn auch nur eingeschränkt. Hartmann hatte im Juli 2014 öffentlich zugegeben, die synthetische Droge „Crystal Meth“ einen Monat lang konsumiert zu haben,

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Michael?Hartmann?nimmt seine Arbeit im Bundestag wieder auf.

Quelle: Maurizio Gambarini

Berlin. Der SPD-Politiker nimmt ab kommender Woche wieder seine politische Arbeit als Bundestagsabgeordneter auf, und zwar stundenweise. Hartmann hatte im Juli 2014 öffentlich zugegeben, die synthetische Droge „Crystal Meth“ einen Monat lang konsumiert zu haben, um in seiner Arbeit leistungsfähiger zu sein. Nach diesem Geständnis trat er als innenpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Bundestag und als Mitglied des Parlamentarischen Kontrollgremiums zurück. Gleichzeitig nahm er eine „Auszeit“.

Eine Abhängigkeit von der Droge verneinte Hartmann seinerzeit. Längere Klinikaufenthalte seit März 2015 und mehrfach verlängerte Krankschreibungen folgten. Nach seinem Rückzug war er zudem im Herbst 2014 in der Edathy-Affäre unter Druck geraten, da der unter Kinderporno-Verdacht stehende Edathy ihn belastete: Es sei Hartmann gewesen, der ihn laufend über den Stand der Ermittlungen informiert habe. Hartmann wies das erst zurück, andere Zeugen aber bestätigten die Version von Edathy. Seither bleibt die Frage unbeantwortet, von wem Hartmann seinerzeit über Details der Untersuchungen gegen seinen Fraktionskollegen Edathy informiert wurde - von der SPD-Fraktionsspitze? Oder vom Bundeskriminalamt? Eine neue Vernehmung Hartmanns vor dem Untersuchungsausschuss könnte bei der Wahrheitssuche womöglich sehr hilfreich werden.

In dieser Woche will der 52-jährige Hartmann, der seit 2002 Mitglied des Bundestages ist, in Absprache mit der SPD-Bundestagsfraktion nun wieder in seinem Mainzer Wahlkreis politisch aktiv werden. „Wir können Ihnen mitteilen, dass Herr Hartmann noch bis Anfang August krankgeschrieben ist. Im Rahmen einer betrieblichen Eingliederungsmaßnahme aber stundenweise wieder seine Arbeit aufnehmen wird“, teilte die Sprecherin mit. Je nach Verlauf der Eingliederung könnte Hartmann bei Beginn der Sitzungswochen im September wieder im Parlament sitzen.

Betriebliche Eingliederungsmaßnahmen (BEM) werden zwischen arbeitsunfähigen Angestellten und Arbeitgebern zur schrittweisen Rückkehr an den Arbeitsplatz vereinbart. Zu einer persönlichen Stellungnahme ist der Politiker bislang nicht bereit. „Im Augenblick gibt Herr Hartmann keine Interviews“, sagte seine Sprecherin und vertröstete auf später.

Hartmanns Berliner Abgeordnetenbüro ist derzeit unbesetzt, auf dem Internetauftritt des pfälzischen SPD-Politikers heißt es stattdessen nur: „Wir bauen um.“ Das Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Berlin wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz wurde im September 2014 gegen eine Geldauflage eingestellt.

Von Peter Degener

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