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Mindestens zwölf Tote bei Geiselnahme in Mali

Islamistischer Hintergrund Mindestens zwölf Tote bei Geiselnahme in Mali

Sicherheitskräfte beenden in Mali eine fast 24-stündige Geiselnahme. Bei dem Angriff mutmaßlich islamistischer Terroristen gibt es viele Tote. Doch einige der Geiseln sind in Sicherheit.

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Streitkräfte in Sévaré. 

Quelle: dpa (Archiv)

Bamako. Bei einer Geiselnahme mutmaßlicher islamistischer Terroristen in Mali sind nach UN-Angaben mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. Am Samstag beendeten Militär und Polizei den bewaffneten Überfall auf mehrere Hotels in Sévaré nordöstlich der Hauptstadt Bamako. Nach Angaben einer Sprecherin der Vereinten Nationen kamen mindestens vier Ausländer ums Leben. Vier weitere ausländische UN-Mitarbeiter seien aus einem der Hotels befreit worden, sagte ein an dem Einsatz beteiligter Gendarm. Mindestens fünf der Angreifer sowie mehrere Sicherheitskräfte starben.

Nach UN-Angaben brachten die Sicherheitskräfte zwei Südafrikaner, einen Ukrainer und einen Russen in Sicherheit. Es handelte sich um Piloten und Ingenieure der UN-Friedensmission in Mali. Den Angaben zufolge hatten sie sich während der Geiselnahme in dem Hotel verstecken können. Zuvor hatte ein weiterer ukrainischer Hotelgast flüchten können.

Bewaffnete Angreifer hatten am Freitag mindestens drei von Ausländern frequentierte Hotels überfallen und sich dort mit mehreren Geiseln verschanzt. Eines der Hotels hatten sie bis Samstagmorgen unter ihrer Kontrolle gehabt.

Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. In Mali wird vermutet, dass dort operierende Islamisten für die Tat verantwortlich sein dürften, da ähnliche Gewalttaten bislang nur von solchen Gruppen verübt wurden und vorwiegend auf Ausländer abzielten.

Sévaré liegt ganz in der Nähe der historischen Stadt Mopti, die bis zum Militärputsch in Mali im März 2012 ein beliebtes Touristenziel war. Islamistische Rebellen hatten im Zuge des Putsches die Macht im Norden des Wüstenstaates an sich gerissen. Die blutige Gewalt endete erst durch ein Eingreifen der ehemaligen Kolonialmacht Frankreich. Jedoch verüben die Rebellen weiterhin Anschläge vor allem auf UN-Truppen und Ausländer.

dpa

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