Promis aus der Kulturszene sind etwa die Schauspielerinnen Martina Gedeck, Nina Hoss und Nina Petri, ihr Kollege Walter Sittler und Regisseur Sönke Wortmann. Aus Bayern kommt der Jazzmusiker Klaus Kreuzeder, aus Berlin wird der Liedermacher und Sänger Klaus Hofmann dabei sein. Auch sie kommen auf Vorschlag der Grünen oder der SPD.
Auch Wirtschaftsleute und Unternehmer finden sich traditionell unter den Wahlleuten. 2010 sind es unter anderen die Verleger Hubert Burda und Friede Springer, der Chef des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Hans-Peter Keitel, und die einstige Treuhand-Chefin Birgit Breuel, alle für die CDU. Aus dem Kreis der Gewerkschaften nehmen DGB-Chef Michael Sommer und Berthold Huber von der IG Metall teil. Beide laufen auf SPD-Ticket.
Führende Vertreter aus der evangelischen Kirche sind ebenfalls unter den Wahlleuten. Die hessische SPD wartet mit der evangelischen Pröpstin Gabriele Scherle aus Frankfurt auf, die SPD-Landtagsfraktion in Stuttgart mit Klaus-Dieter Kottnik, dem Chef der bundesweiten Diakonie. Die Erfurter Pröpstin Elfriede Begrich, die Ende August aus ihrem Amt ausscheidet, nimmt auf Vorschlag der Linkspartei an der Präsidentenwahl teil.
Lang ist die Liste altgedienter Politiker, die in die Bundesversammlung entsandt sind. In der Riege einstiger Länderchefs finden sich Dieter Althaus, Georg Milbradt, Lothar Späth, Erwin Teufel, Bernhard Vogel (alle CDU), Edmund Stoiber und Günther Beckstein (beide CSU) sowie Heide Simonis (SPD). Neben dem Islamwissenschaftler Navid Kermani bieten die hessischen Grünen die 89-jährige Hildegard Hamm-Brücher auf, die 2002 nach 54 Jahren aus der FDP austrat. Bei der Bundespräsidentenwahl 1994 war Hamm-Brücher Kandidatin der Liberalen für das höchste Amt im Staat. Auch Marianne Birthler, Beauftragte für die Stasi-Unterlagen, entscheidet auf Vorschlag der Berliner Grünen mit, ob ihr Vorgänger auf diesem Posten, Joachim Gauck, gewählt wird.
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Michael B. Berger blickt am Ende jeder Woche in seinen (virtuellen) Papierkorb – und erzählt die Nachrichten, die liegen geblieben sind, aber doch Beachtung finden sollten.
Unsere Redakteure im Hauptstadtbüro führen TV-Interviews mit Menschen, die etwas zu sagen haben.
Auch an den Devisenmärkten wächst die Sorge um einen möglichen Euroaustritt Griechenlands. Anleger flüchten in sichere Häfen, der Euro geht auf Talfahrt. Wann und wo diese endet, hängt nicht zuletzt vom Ausgang der Wahlen in Griechenland ab - und vom Erfolg der Brandmauern.