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Krankenversicherung wird wohl spürbar teurer

Zusatzbeitrag soll steigen Krankenversicherung wird wohl spürbar teurer

Auf gesetzlich Krankenversicherte kommen spürbar höhere Beiträge zu. Der Kassen-Spitzenverband sagte für 2017 einen Anstieg des durchschnittlichen Zusatzbeitrags um bis zu 0,3 Prozentpunkte auf rund 1,4 Prozent vom Einkommen voraus – und dabei bleibt es wahrscheinlich nicht.

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Die gesetzliche Krankenveresicherung wird wahrscheinlich teurer: Der Kassen-Spitzenverband sagte für 2017 einen Anstieg des durchschnittlichen Zusatzbeitrags voraus.

Quelle: Daniel Reinhardt/dpa

Berlin. Die gesetzlichen Krankenkassen klagen über zu hohe Ausgaben. Ihr Spitzenverband bereitet die Versicherten deshalb bereits auf höhere Zusatzbeiträge in den nächsten Jahren vor. Die Kosten für die Gesundheitsversorgung stiegen schneller als die Beitragseinnahmen, sagte Verbandschefin Doris Pfeiffer zur Begründung. 

"Wir haben die Realität, dass es auch in den nächsten Jahren steigende Zusatzbeiträge geben wird", erklärte Pfeiffer am Donnerstag bei einer Veranstaltung in Nauen. "Die Ausgaben steigen weiter weit stärker als die Einnahmen." Sie machte die Politik dafür verantwortlich. Reformen unter anderem zugunsten der Ärzte und der Kliniken schlügen hier zu Buche. Der Gesetzgeber solle bei Reformen die Ausgabenseite im Blick behalten.

Mehrere Euro mehr im Monat

Der Kassen-Spitzenverband sagte für 2017 einen Anstieg des durchschnittlichen Zusatzbeitrags um bis zu 0,3 Prozentpunkte auf dann rund 1,4 Prozent vom Einkommen voraus. Bei 2000 Euro Monatsbruttoeinkommen wären es 6 Euro zusätzlich.

Nach Einschätzung des Verbandes werden die Einnahmen trotzdem nicht reichen. Pfeiffer sagte eine weitere Anhebung des Zusatzbeitrages voraus. 2019 werde die monatliche Abgabe im Schnitt wohl bei 1,8 Prozent liegen.

Zwischen 0,3 und 1,4 Prozent

Der Zusatzbeitrag kommt zum allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent dazu, den sich die Arbeitnehmer und Arbeitgeber teilen. Den Zusatzbeitrag müssen die 54 Millionen Kassen-Mitglieder alleine zahlen.

Im Moment liegt er bei durchschnittlich 1,1 Prozent. Die Spanne liegt zwischen 0,3 und 1,4 Prozent, wie aus einer Übersicht des GKV-Spitzenverbandes hervorgeht ( die Liste finden Sie hier).

dpa/RND/wer

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