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Mordanklagen wegen Tod von drei Menschen bei Krawallen

Großbritannien Mordanklagen wegen Tod von drei Menschen bei Krawallen

Großbritannien kommt langsam zur Ruhe. Das öffentliche Leben normalisiert sich, doch die Aufarbeitung der tagelangen Unruhen hat gerade erst begonnen. Jetzt wurden zwei Männer im Zusammenhang mit dem Mord an drei jungen Männern festgenommen.

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Nach den Krawallen in Großbritannien wurden zwei Männer im Zusammenhang mit dem Mord an drei jungen Männern festgenommen.

Quelle: dpa

London. Die britische Polizei hat zwei Tatverdächtige wegen der Morde an drei jungen Männern während der Krawalle in Birmingham angeklagt. Es handele sich um einen Jugendlichen von 17 Jahren sowie um einen 26-jährigen Mann, teilte ein Polizeisprecher am Sonntag mit. Ihnen werde vorgeworfen, direkt beteiligt gewesen zu sein, als die drei jungen Männer gezielt mit einem Auto überfahren wurden. Die Opfer des Anschlags hatten versucht, ihr Wohngebiet vor Plünderern zu schützen.

Einwohner des betroffenen Viertels der zweitgrößten Stadt Englands riefen am Sonntag erneut zu einem Protestmarsch gegen die Bluttat auf. Angehörige der Ermordeten appellierten zugleich an Teilnehmer, ausschließlich friedlich zu demonstrieren.

Eine Woche nach dem Ausbruch der Krawalle in London und anderen englischen Städten, bei denen insgesamt fünf Menschen ums Leben kamen, normalisierte sich die Lage am Samstag und Sonntag weiter. Auftaktspiele der neuen Fußball-Saison in der Premier League sowie andere sportliche Großereignisse verliefen ohne Störungen.

Derweil wurde in Kreisen der britischen Polizei Kritik daran laut, dass Premierminister David Cameron einen amerikanischen Ex-Polizeichef als Berater für die Eindämmung von Krawallen engagiert hat. England brauche keinen sogenannten Super-Cop aus den USA, monierte der Chef der Vereinigung der Polizei-Offiziere, Sir Hugh Orde.

Der heute 63-jährige Amerikaner Bill Bratton hatte 1992 als Polizeichef die Einsätze zur Beendigung tagelanger Bande-Unruhen in Los Angeles geleitet. Dort gebe es heute noch 400 Gangs, erklärte Sir Hugh in einem Interview der Zeitung „Independent“. „Mir scheint, wenn man immer noch 400 Gangs hat, dann war an nicht besonders effektiv“, sagte der Interessenvertreter der britischen Polizisten. Der Stil der Polizeiarbeit in den USA sei auch angesichts des dortigen „Niveaus an Gewalttätigkeiten grundlegend anders als hier“.

dpa

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