Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -2 ° Nebel

Navigation:
Achundsada wird neuer Talibanchef

Religiöser Führer und Richter Achundsada wird neuer Talibanchef

Am Montag bestätigte Barack Obama den Tod des Talibanführers Mullah Mansur durch US-Drohnen. Sein Nachfolger an der Spitze der radikalislamischen Bewegung wird Mullah Haibatullah Achundsada.

Voriger Artikel
Trump entdeckt seine Liebe zur Umwelt
Nächster Artikel
Neue Milliardenhilfen für Griechenland

Immer wieder verüben die Taliban in Afghanistan Anschläge mit vielen Opfern.

Quelle: Hedayatullah Amid/dpa

Kabul. Nach der Tötung des Talibanchefs Mullah Achtar Mansur durch US-Drohnen haben die radikalen Islamisten einen neuen Anführer gewählt. In einer am Mittwochmorgen von Sprecher Sabiullah Mudschahid versandten E-Mail heißt es, einer der beiden bisherigen Mansur-Stellvertreter, Mullah Haibatullah Achundsada, sei neuer Anführer der Bewegung. Außerdem bestätigten die Taliban nun auch offiziell, dass Mullah Mansur vor vier Tagen gestorben ist.

Achundsada, der auf ein Alter um die 50 geschätzt wird, ist ein anerkannter religiöser Führer und Talibanrichter. Er soll ein enger Vertrauter des langjährigen und von den Taliban verehrten Ex-Chefs Mullah Omar gewesen sein. Bei den kriegerischen Auseinandersetzungen ist er bislang nicht als Militär in Erscheinung getreten.

USA: 4,45 Millionen Euro Kopfgeld für Terroristen

Neuer erster Stellvertreter ist der Leiter der Militäroperationen, Siradschuddin Hakkani, der auch als Stellvertreter Mullah Mansurs fungiert hatte. Die USA haben auf den etwa 42 Jahre alten Terroristen ein Kopfgeld von umgerechnet 4,45 Millionen Euro ausgelobt.

Hakkani werden einige der grausamsten und öffentlichkeitswirksamsten Anschläge der Taliban zugeschrieben. Außerdem habe er dazu beigetragen, die zersplitterten Taliban mehr zu einen, sagt der Sprecher der Nato-Mission Resolute Support, Charlie Cleveland. Hakkani war ebenfalls als Kandidat für den Chefposten gehandelt worden. Er kommt aber nicht aus dem Kernland der Talibanelite, Kandahar. Er soll außerdem enge Beziehungen zum pakistanischen Geheimdienst pflegen. Die Taliban hatten aber jüngst versucht, sich dessen Einfluss zu entziehen. Es wird angenommen, dass Hakkani weiter den zuletzt recht erfolgreichen Kampf der Aufständischen leiten wird.

Zweiter Stellvertreter wurde der Sohn des verstorbenen Talibanchefs Mullah Omar, Jakub. Dieser soll eine Religionsschule in Pakistan besucht haben. Er steuert Militärkommissionen der Taliban in 15 Provinzen Afghanistans. Als Sohn des verehrten Mullah Omar ist auch er eine Figur, die zerstrittene Fraktionen wieder versöhnen könnte.

dpa/RND/are

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Deutschland / Welt

Die Wahl ist entschieden: Donald Trump wird der 45. Präsident der USA. Auf unserer Themenseite finden Sie aktuelle Berichte, Analysen und Hintergrundinformationen zur Wahl des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. mehr

CDU-Parteitag in Hameln

Zum Landesparteitag der niedersächsischen CDU in Hameln haben sich rund 450 Delegierte versammelt, um über einen Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2018 zu entscheiden. Sie nominierten einstimmig Bernd Althusmann.

Die Karikatur des Tages

So sehen unsere Karikaturisten die Welt.