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Nach Putschversuch: Haftbefehle gegen Journalisten

Medien berichten Nach Putschversuch: Haftbefehle gegen Journalisten

Der gescheiterte Putschversuch in der Türkei zieht weitere Konsequenzen nach sich: Gegen 42 Journalisten soll Haftbefehl erlassen worden sein. Ob es bereits Festnahmen gab, war zunächst unklar.

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Nach dem gescheiterten Militärputsch sind Medienberichten zufolge 42 Haftbefehle gegen Journalisten erlassen worden. (Symbolbild)

Quelle: Paul Weidenbaum

Ankara. Nach dem gescheiterten Militärputsch in der Türkei sind Medienberichten zufolge 42 Haftbefehle gegen Journalisten erlassen worden. Wie die Fernsehsender NTV und CNN-Türk am Montag berichteten, ist unter anderem die bekannte Journalistin Nazli Ilicak betroffen, die 2013 wegen kritischer Berichterstattung über einen Korruptionsskandal von der regierungsnahen Zeitung "Sabah" entlassen worden war.

Wie die Zeitung "Hürriyet" berichtete, wurden die Haftbefehle vom Büro des Istanbuler Anti-Terror-Staatsanwalts Irfan Fidan erlassen. Seinen Angaben zufolge hat bereits ein Polizeieinsatz begonnen, um die Journalisten festzunehmen. Ilicak wurde demnach aber nicht in ihrer Wohnung in Istanbul angetroffen. Möglicherweise sei sie an der türkischen Mittelmeerküste im Urlaub. Die dortige Polizei wurde den Angaben zufolge bereits alarmiert.

Verhaftungswelle nach Putschversuch

Nach dem Militärputsch vom 15. Juli hatte es in der Türkei eine Entlassungs- und Verhaftungswelle gegeben. Nach Angaben von Ministerpräsident Binali Yildirim vom Wochenende wurden bereits mehr als 13.000 Menschen in Gewahrsam genommen, darunter 8831 Armeeangehörige, 1329 Polizisten und 2100 Richter und Staatsanwälte.

Türkei im Ausnahmezustand: Teile des Militärs haben einen Putschversuch gestartet.

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Am Wochenende ordnete die Regierung zudem die Schließung tausender Einrichtungen an, die zur Hizmet-Bewegung des islamischen Predigers Fethullah Gülen gehören sollen. Erdogan beschuldigt den in den USA lebenden Gülen und seine Anhänger, hinter dem Umsturzversuch zu stehen. Gülen weist dies zurück. Die türkische Regierung hatte Gülen auch für den Korruptionsskandal 2013 verantwortlich gemacht.

afp/RND

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