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Hannelore Kraft: Wir haben nichts vertuscht

Nach Silvester-Übergriffen in Köln Hannelore Kraft: Wir haben nichts vertuscht

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) hat Vorwürfe zurückgewiesen, ihre Landesregierung habe nach den Silvester-Übergriffen in Köln zu spät reagiert. Es sei auch nichts verheimlicht worden, sagte sie.

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NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) sagt als Zeugin im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur Silvesternacht aus.

Quelle: Oliver Berg

Düsseldorf. Am Freitag sagte die Regierungschefin als Zeugin im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss des Landtages in Düsseldorf: "Es wurde – und es wird auch – nichts unter den Teppich gekehrt oder vertuscht."

Gleichzeitig räumte die Ministerpräsidentin einen Fehler in den Tagen nach den massenhaften Übergriffen auf Frauen in der Kölner Silvesternacht ein: Sie hätte sich nach eigener Einschätzung früher zu den Vorfällen äußern sollen. Die Dimension der Übergriffe habe sich für die Landesregierung erst im Laufe des 4. Januar abgezeichnet. Sie habe mit Innenminister Ralf Jäger (SPD) vereinbart, dass er sich noch am selben Tag dazu äußere. Sie selbst habe dann einen Tag später in einer Zeitung Stellung genommen. Das sei zu spät gewesen. Ein lediglich schriftliches Statement sei auch nicht ausreichend gewesen.

Regierung hat 15-Punkte-Maßnahmenpaket erarbeitet

Kraft entschuldigte sich bei den "Opfern eines neuen Gewaltphänomens" für die schrecklichen Ereignisse und "zutiefst entwürdigenden" Taten, die sie erlitten. "Ich hatte mir das so nicht vorstellen können", betonte sie zu den Exzessen. Die Regierung habe schnell ein 15-Punkte-Maßnahmenpaket erarbeitet, damit sich solche Vorfälle in NRW nicht wiederholen könnten. 

In Köln waren unter den Augen der Polizei hunderte Frauen von Männergruppen eingekreist, beraubt und sexuell bedrängt worden. Die Täter sollen mehrheitlich Nordafrikaner gewesen sein. Die Ausschreitungen hatten weltweit Entsetzen ausgelöst.

dpa/RND

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