Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Züge fahren von Flensburg nach Dänemark

Keine Bahnfahrt über Puttgarden Züge fahren von Flensburg nach Dänemark

Nachdem der Bahnverkehr zwischen Deutschland und Dänemark am Mittwoch wegen des Andrangs von Flüchtlingen unterbrochen worden ist, fahren nun wieder Züge von Flensburg nach Dänemark. Eine Fahrt von Hamburg nach Kopenhagen über Puttgarden ist dagegen weiterhin nicht möglich.

Voriger Artikel
Dänemark verweigert Flüchtlingen die Durchreise
Nächster Artikel
Langzeitarbeitslose als Flüchtlingshelfer?

Heute sollen wieder Züge zwischen Deutschland und Dänemark fahren.

Quelle: dpa

Padborg. Nach einem stundenlangen Zwangsstopp dürfen Züge mit Flüchtlingen wieder von Deutschland nach Dänemark fahren. Damit hat sich die Lage an der Grenze zum Nachbarland am Donnerstag wieder etwas beruhigt. Die dänische Polizei ließ am Morgen wieder Züge passieren. Am Grenzbahnhof in Padborg kontrollierten Dutzende Beamte die aus Flensburg kommenden Menschen. In Berlin bedankte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei Behörden und Helfern für deren anstrengenden Einsatz bei der Flüchtlingsbetreuung.

Das Landespolizeiamt in Kiel teilte mit, der Bahnverkehr von Flensburg nach Dänemark laufe seit den Morgenstunden wieder regulär. "Die Menschen reisen seither mit den Zügen in verschiedene Richtungen ab." Rund 120 Menschen hatten die Nacht in der Bahnhofshalle von Flensburg verbracht, nachdem Dänemark am Mittwoch wegen der Flüchtlinge den Zugverkehr mit Deutschland gestoppt hatte.

In Rødby auf der Insel Lolland waren am Mittwoch Hunderte Menschen in Zügen auf Fähren von der Insel Fehmarn angekommen. Viele von ihnen hatten sich geweigert, die Züge zu verlassen, um nicht in Dänemark als Asylbewerber registriert zu werden. Die meisten wollten weiter nach Schweden, weil sie dort auf bessere Bedingungen hoffen.

Noch in der Nacht zum Donnerstag ließ die dänische Polizei rund 240 Flüchtlinge in Zügen weiterreisen. Am Morgen dann nahmen Autofahrer mehrere hundert Menschen, die in einer Sporthalle untergebracht waren, mit in Richtung schwedische Grenze. Innerhalb weniger Stunden war die Halle nahezu leer. Weil weiter keine Züge auf die Fähren aus Puttgarden fahren durften, kamen bis zum Mittag keine weiteren Flüchtlinge in der dänischen Hafenstadt an. Ein Ausweichen auf Direktfähren nach Schweden erkennen deutsche Behörden bislang nicht.

Flüchtlinge wollen nach Schweden

Wegen des Flüchtlingsandrangs hatte Dänemark den Zugverkehr von und nach Deutschland am Mittwoch gestoppt. In Rödby saßen daher in zwei Zügen rund 340 Flüchtlinge stundenlang fest. In der Nacht zum Donnerstag willigten etwa hundert von ihnen ein, in Dänemark zu bleiben und sich dort registrieren zu lassen. Die übrigen durften schließlich unbehelligt von der Polizei aussteigen.

Die meisten aus Deutschland einreisenden Flüchtlinge wollen nicht in Dänemark bleiben, sondern nach Schweden weiterreisen, wo alle syrischen Flüchtlinge eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung erhalten. Dänemark hatte hingegen vor kurzem seine Asylpolitik verschärft.

Das Fährunternehmen Scandlines teilte derweil mit, dass derzeit nur Passagiere, die in Autos unterwegs seien, auf die Fähren zwischen Rödby und Puttgarden auf der deutschen Ostseeinsel Fehmarn gelassen würden.

afp

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Deutschland / Welt

Die Wahl ist entschieden: Donald Trump wird der 45. Präsident der USA. Auf unserer Themenseite finden Sie aktuelle Berichte, Analysen und Hintergrundinformationen zur Wahl des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. mehr

CDU-Parteitag in Hameln

Zum Landesparteitag der niedersächsischen CDU in Hameln haben sich rund 450 Delegierte versammelt, um über einen Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2018 zu entscheiden. Sie nominierten einstimmig Bernd Althusmann.

Die Karikatur des Tages

So sehen unsere Karikaturisten die Welt.