Volltextsuche über das Angebot:

21°/ 12° Regenschauer

Navigation:
Nato übernimmt in Kürze Führungsrolle im Militäreinsatz

Libyen Nato übernimmt in Kürze Führungsrolle im Militäreinsatz

Die Nato übernimmt im Libyenkonflikt in den nächsten Tagen von den USA die Führungsrolle. Das sagte ein US-Regierungssprecher am Freitag. Doch trotz aller Angriffe der westlichen Militärgruppen ist das Gaddafi-Regime noch nicht am Ende.

Voriger Artikel
Neuer Verteidigungsminister De Maizière in Afghanistan
Nächster Artikel
In ganz Deutschland versammeln sich die Menschen zu Anti-Atom-Demos

US-Sprecher Jay Carney teilte im Weißen Haus mit, die Kontrolle über den Militäreinsatz in Libyen Schritt für Schritt an die Nato übergeben zu wollen.

Quelle: dpa

Die Nato soll in Kürze die Leitung aller internationalen Militäraktionen in Libyen übernehmen. Man habe sich auch über das Kommando zum Schutz der Zivilbevölkerung vor dem Regime des Machthabers Muammar al-Gaddafi geeinigt, sagte US-Regierungssprecher Jay Carney am Freitag in Washington. Allerdings müssten noch militärische Details geklärt werden. Man erwarte, dass die Angelegenheit "in den nächsten paar Tagen unter Dach und Fach sein wird,", meinte Carney vor Journalisten im Weißen Haus. "Es gibt eine Einigung."

Mit neuen Luftangriffen bringt das westliche Bündnis Libyens Machthaber Gaddafi weiter in Bedrängnis. Für ein Einlenken des Diktators gibt es allerdings keine Anzeichen.

Zur Bildergalerie

Zunächst hatte die "Koalition" am späten Donnerstagabend lediglich beschlossen, das Kommando zur Überwachung der Flugverbotszone von den USA an die Nato zu übergeben. Über das Kommando zum Schutz der Zivilbevölkerung gab es dagegen zunächst keine Einigung.

US-Präsident Barack Obama hatte darauf gedrängt, das Kommando rasch abzugeben. Ob die USA weiter Kampfjets über Libyen einsetzen werden, wollte Carney nicht sagen. Obama will am Montag (Ortszeit) eine Rede zum Konflikt in Libyen halten. Ziel der Rede in einer Militär-Universität in Washington sei es, die Amerikaner über die Lage in dem Unruheland und das internationale militärische Eingreifen zum Schutz der Bevölkerung zu informieren.

In den ersten Tagen war ein Großteil der Einsätze zur Durchsetzung der Flugverbotszone von US-Piloten geflogen worden. Die USA übergäben das Kommando derzeit schrittweise an die Nato, teilte US-Vizeadmiral William Gortney mit. Die Umsetzung des Waffenembargos zur See habe das Bündnis schon vor Tagen komplett übernommen.

Auch eine Woche nach Beginn der massiven Luftangriffe des Westens auf Libyen beschießen regierungstreue Einheiten weiter Rebellen-Städte. In Adschdabija im Osten des Landes lieferten sich die Truppen Gaddafis am Freitag erbitterte Kämpfe mit den Aufständischen. Aus der Luft setzte das internationale Militärbündnis seine Attacken gegen Gaddafi-Truppen fort.

Die Übernahme sämtlicher Militäraktivitäten durch die Nato würde nach Ansicht von Nato-Diplomaten de facto das Ende der bisherigen Koalition bedeuten, die von Frankreich, Großbritannien und den USA geführt wird. Ein Leitungsgremium, in dem alle elf bisher an der Operation beteiligten Staaten vertreten sind, werde die Nato politisch beraten. Die Außenminister der Koalition treffen sich am kommenden Dienstag gemeinsam mit Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen in London.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Libyen

Das westliche Bündnis hat seine Angriffe gegen Militäreinrichtungen des libyschen Regimes fortgesetzt. Kampfjets hätten am frühen Freitag wieder Stellungen in den Außenbezirken der Hauptstadt Tripolis bombardiert, berichtete der US-Sender CNN. Kurzfristig habe es Gegenfeuer der Luftabwehr gegeben, das dann aber wieder aufgehört habe.

mehr
Mehr aus Deutschland / Welt
Die Karikatur des Tages

So sehen unsere Karikaturisten die Welt.