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Neue Anzeige wegen Vergewaltigung gegen Strauss-Kahn

Ex-IWF-Direktor Neue Anzeige wegen Vergewaltigung gegen Strauss-Kahn

Schwerer Rückschlag für Dominique Strauss-Kahn: Dem Ex-IWF-Chef droht nun auch in Frankreich eine Anzeige wegen versuchter Vergewaltigung. Der Anwalt der französischen Publizistin Tristane Banon kündigte entsprechende rechtliche Schritte gegen den 62-Jährigen an.

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Dominique Strauss-Kahn wird erneut der versuchten Vergewaltigung beschuldigt.

Quelle: dpa

Paris. Ex-IWF-Direktor Dominique Strauss-Kahn wird in einem weiteren Fall der versuchten Vergewaltigung beschuldigt. Die französische Publizistin Tristane Banon kündigte am Montag über ihren Anwalt eine Anzeige an. Zu der Tat sei es im Februar 2003 während eines Interviews gekommen, das die damals 23-Jährige für ein Buchprojekt geführt habe, sagte der Jurist David Koubbi dem Nachrichtenmagazin „L’Express“. Die Anzeige werde am Mittwoch bei der französischen Staatsanwaltschaft eintreffen.

Die heute 32-jährige Banon hatte bereits nach der Anklage gegen Strauss-Kahn in New York den Gang vor Gericht erwogen, sich dann doch zunächst anders entschieden. Mit den jüngsten Ereignissen in New York habe das Einreichen der Anzeige nichts zu tun, betonte Koubbi. „Was in den USA passiert, betrifft uns nicht“, sagte der Anwalt. Sein Anklagedossier sei „extrem solide und fundiert“.

Gegen Strauss-Kahn wird seit Mitte Mai in den USA wegen eines Vergewaltigungsversuchs ermittelt. Vergangenen Freitag wurde er allerdings überraschend aus dem Hausarrest entlassen, weil Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Hauptbelastungszeugin aufgetaucht waren. „Wenn sie hinsichtlich mancher Dinge gelogen hat, heißt das nicht, dass sie nicht vergewaltigt wurde“, kommentierte Koubbi.

Banon hatte bereits bei einem TV-Auftritt im Februar 2007 von der mutmaßlichen Sex-Attacke Strauss-Kahns berichtet und ihn als „brünftigen Schimpansen“ bezeichnet. Der Sender blendete den Namen Strauss-Kahns allerdings aus. Auf eine Klage verzichtete sie damals angeblich auf Rat ihrer Mutter, die selbst eine sozialistische Politikerin ist und Strauss-Kahn und seine Familie persönlich kennt. Erst nach der Anzeige in New York fühlte sie sich nach eigenen Angaben ermutigt, erneut über den Fall zu reden. Verjährt ist er nach französischem Recht nicht. Dies wäre bei versuchter Vergewaltigung erst nach zehn Jahren der Fall.

Der 62-jährige Strauss-Kahn musste wegen der Vorwürfe in den USA vom Chefposten des Internationalen Währungsfonds IWF zurücktreten. Bis zu seiner Verhaftung in New York galt er auch als aussichtsreichster möglicher Kandidaten der französischen Sozialisten für die Präsidentschaftswahlen 2012.

dpa

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