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23:04 25.07.2018
Plötzlich guter Dinge: Donald Trump (r), Präsident der USA, spricht mit Jean-Claude Juncker, Präsident der Europäischen Kommission, im Rosengarten des Weißen Hauses. Quelle: dpa
Washington

Es ist wohl als höchstes Lob gemeint, wenn Donald Trump einen Gesprächspartner als klug und zäh bezeichnet. Tatsächlich muss der US-Präsident mit ansehen, dass die europäischen Partner keineswegs vorschnell klein beigeben, sondern in Handelsfragen mit harten Bandagen kämpfen. Obwohl Zölle auf Importautos für die deutsche Industrie ein schwerer Schlag wären, zeigen sich die Europäer geschlossen und drohen mit Gegenzöllen auf Waren, die ungefähr dem gleichen Wert entsprechen. Ganz nach dem Motto: Wie Du mir, so ich Dir.

Obwohl die Europäer in der Sicherheitspolitik von den USA abhängiger sind als umgekehrt, bleiben sie in Handelsfragen gegenüber Washington unnachgiebig. Eine Strategie, die Trump gegenüber der einzig erfolgversprechende Weg ist. Wie die vergangenen 16 Monate gezeigt haben, reagiert der politische Quereinsteiger nur auf Druck. Kompromissbereitschaft, eine grundlegende Tugend für jeden politisch Handelnden, interpretiert der 72-Jährige nur als Schwäche.

Die Angebote, die EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker dem Chef des Weißen Hauses unterbreitet hat, sind gut und richtig. So spricht nichts dagegen, den Import von Flüssiggas zu fördern, um den Energiemarkt weiter zu diversifizieren, also möglichst viele Quellen zu nutzen.

Und dass Trump das Ziel formuliert, zwischen Amerika und Europa einen echten Freihandel ohne Zölle und ohne Sanktionen zuzulassen, ist durchaus ein nachdenkenswerter Ansatz.

Entschieden ist bisher nichts. Aber Junckers Kurztrip nach Washington gibt wieder Hoffnung auf ein besseres Miteinander im transatlantischen Verhältnis.

Von Stefan Koch/RND

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