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Neue Spur im Fall Barschel durch fremdes Haar?

Mysteriöser Todesfall Neue Spur im Fall Barschel durch fremdes Haar?

Neue Spur im Fall Barschel: Ein fremdes Haar aus dem Bett des Politikers im Genfer Hotel könnte möglicherweise bei der Aufklärung des mysteriösen Todesfalls helfen. Das Haar war bei Ermittlungen der Schweizer Behörden sichergestellt worden.

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Ein fremdes Haar könnte bei der Aufklärung des mysteriösen Todesfalls von Uwe Barschel helfen.

Quelle: dpa

Lübeck . Ein fremdes Haar aus dem Bett Uwe Barschels im Genfer Hotel „Beau Rivage“ könnte den Ermittlern möglicherweise bei der Aufklärung des mysteriösen Todesfalls helfen. Das Haar sei bei den Ermittlungen der Schweizer Behörden sichergestellt und später an die Lübecker Staatsanwaltschaft geschickt worden, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Günter Möller, am Donnerstag. Das Haar sei auf einer Asservaten-Liste aus dem Jahr 1995 verzeichnet. Über den Haarfund hatte die in Berlin erscheinende Tageszeitung „Die Welt“ (Freitagausgabe) zuerst berichtet. Über eine Untersuchung sei aber noch nicht entschieden, sagte Möller.

Wie die „Welt“ weiter schreibt, sei das Haar am rechten Kopfende des Bettes gefunden worden. Schweizer Ermittler hätten festgestellt, dass das Haar angesichts der Form und des Durchmessers nicht von Barschel stammen könne. Der frühere Ministerpräsident Schleswig-Holsteins war am 11. Oktober 1987 nach einem Politik-Skandal und seinem Rücktritt tot in der Badewanne seines Genfer Hotelzimmers entdeckt worden. Zwar gehen viele Fachleute von einem Selbstmord aus, aber die Todesumstände wurden nie zweifelsfrei geklärt.

Nach Angaben Möllers konzentriert sich die Staatsanwaltschaft zurzeit auf die Suche nach DNA-Spuren an Barschels Kleidung. „Wir haben heute seine Kleider, die er bei seinem Auffinden getragen hat, zum Landeskriminalamt nach Kiel geschickt. Mit einem Ergebnis der DNA-Analyse rechnen wir erst in einigen Wochen“, sagte er. Den Anstoß für die neue Spurensuche an der Kleidung gab im Herbst 2010 der CDU-Landtagsabgeordnete Werner Kalinka. Er appellierte an das Kieler Justizministerium, die neuen technischen Möglichkeiten zum DNA-Abgleich zu nutzen.

Kalinka gehört ebenso zu den Verfechtern der Mordthese, wie der frühere Chefermittler im Fall Barschel, Heinrich Wille. Der hält eine DNA-Untersuchung allerdings für wenig aussichtsreich, da die mutmaßlichen Täter von damals wahrscheinlich nicht in Gendatenbanken gespeichert seien.

dpa/jhf

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