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Deutschland / Welt Neuer Brexit-Plan – Zustimmung in Brüssel ungewiss
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Neuer Brexit-Plan – Zustimmung in Brüssel ungewiss
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23:01 06.07.2018
Ort der Klausurtagung des britischen Kabinetts: der Landsitz der britischen Premierministerin Theresa May in Chequers im südenglischen Buckinghamshire. Quelle: JOEL ROUSE/HANDOUT/EPA-EFE/REX/Shutterstock
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Chequers

Teilweise nimmt die Regierung in London damit Abschied von ihrem harten Brexit-Kurs. Dennoch dürfte der Plan in Brüssel auf Skepsis stoßen. Großbritannien will demnach hinsichtlich des Warenverkehrs auch nach dem Austritt aus der EU weiterhin eng an den europäischen Binnenmarkt gebunden bleiben. Damit soll verhindert werden, dass der grenzüberschreitende Handel und Lieferketten zwischen Großbritannien und dem Kontinent beeinträchtigt werden. Sichergestellt werden soll das durch ein „gemeinsames Regelbuch“, in dem London EU-Vorschriften und Produktstandards übernimmt.

Ungehinderte Einreise von EU-Bürgern soll gestoppt werden

Die anderen drei Freiheiten – Kapital, Arbeitskräfte und Dienstleistungen – sollen aber Beschränkungen unterworfen werden. Damit wollen die Briten die ungehinderte Einreise von EU-Bürgern stoppen und im wichtigen Dienstleistungssektor eigene Wege gehen. Sie nehmen dabei in Kauf, dass Banken und Versicherungen keinen uneingeschränkten Zugang mehr zum EU-Binnenmarkt haben. Fraglich ist, ob Brüssel sich auf einen solchen Handel einlässt. Bislang hat sich die EU auf den Standpunkt gestellt, dass die vier Freiheiten des Binnenmarkts nicht einzeln verhandelbar sind.

Raus aus der Zollunion

Aus der Europäischen Zollunion will London weiterhin austreten, damit das Land eigene Handelsabkommen mit Drittstaaten wie den USA und China schließen kann. Um trotzdem Grenzkontrollen zwischen dem britischen Nordirland und dem EU-Mitglied Irland zu vermeiden, wollen die Briten für Importe aus Drittländern zwei verschiedene Zollsätze erheben: einen für Waren, die für den europäischen Markt bestimmt sind, und einen anderen für Güter, die in Großbritannien verkauft werden sollen. Auch das dürfte in Brüssel auf Skepsis stoßen. Zuvor hatte Bundesinnenminister Horst Seehofer mit Ermahnungen an die Brexit-Unterhändler der EU-Kommission für Irritation in Brüssel gesorgt

Von RND/dpa

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