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Neuer Kompromissvorschlag zu Griechenland

Verschiedene Vorschläge Neuer Kompromissvorschlag zu Griechenland

Griechenland und die Gläubiger-Institutionen haben am Donnerstag neue, miteinander konkurrierende Vorschläge zur Abwendung der Finanzkrise vorgelegt. Die Finanzminister der Euro-Zone beraten im Tagesverlauf darüber.

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Quelle: dpa/Symbolbild

Ein neues Dokument der Institutionen sei mit der griechischen Delegation "nicht abgestimmt", sagte ein EU-Diplomat. Aus der griechischen Delegation hieß es, sie halte an ihren eigenen Vorschlägen fest und werde diese bei dem Ministertreffen einbringen.

Die Euro-Länder hätten gegen 11.30 Uhr ein neues Papier bekommen, das jetzt geprüft werden müsse, sagte der österreichische Finanzminister Hans Jörg Schelling am Donnerstag. Es handele sich um eine "Arbeitsgrundlage", verlautete aus EU-Diplomatenkreisen. Das Papier komme von den Gläubigerinstitutionen, hieß es von einer weiteren EU-Quelle.

Griechenland braucht dringend neue Finanzhilfen, um am 30. Juni rund 1,5 Milliarden Euro an den Internationalen Währungsfonds (IWF) zurückzahlen zu können. An diesem Tag läuft auch das europäische Hilfsprogramm für Griechenland aus. Dem Land droht ohne Einigung mit seinen Gläubigern der Bankrott und letztlich der Austritt aus dem Euroraum.

Schelling zufolge hat es in den Verhandlungen während der Nacht "offensichtlich keine weiteren Fortschritte" gegeben. Griechenland habe "jede Art von Kompromiss abgelehnt" und sei "eigentlich ständig mit neuen Wünschen gekommen". Es sei aus seiner Sicht "wirklich verwunderlich, wie sorglos die griechische Regierung mit ihrem Land umgeht." Er sei "wie immer optimistisch, dass es zu einer Einigung kommt, aber es wird von Minute zu Minute schwieriger".

Letzter Zeitpunkt für eine Einigung sei im Prinzip der Sonntag, weil sonst die nötigen Parlamentsbeschlüsse vor Ende Juni nicht mehr erfolgen könnten, sagte Schelling weiter. "Aber es kann ja nicht so sein, dass wir täglich hier zusammenkommen, um uns hier unter Druck setzen zu lassen." Für ihn sei "erforderlich, dass es heute hier zu einer Einigung kommt".

afp

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