Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland / Welt Nur vier Prozent der Arbeitnehmer profitieren von betrieblicher Gesundheitsförderung
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Nur vier Prozent der Arbeitnehmer profitieren von betrieblicher Gesundheitsförderung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:04 05.07.2018
Betriebssport in der Mittagspause hilft gegen Müdigkeit und Rückenschmerzen. Quelle: picture alliance / dpa
Anzeige
Berlin

Nur knapp vier Prozent der Beschäftigten in Deutschland profitierten zuletzt von Krankenkassen-Leistungen zur betrieblichen Gesundheitsförderung. Das geht aus der Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt. Demnach wurden im Jahr 2016 knapp 1,44 Millionen der rund 37 Millionen abhängig Beschäftigten in 13.172 Unternehmen von Kassenleistungen zur Prävention erreicht.

Das Volumen der Kassenausgaben für die betriebliche Gesundheitsförderung belief sich auf 147 Millionen Euro, knapp doppelt soviel wie 2015, vor Inkrafttreten des neuen Präventionsgesetzes. Zahlen für das Jahr 2017 liegen laut Bundesgesundheitsministerium noch nicht vor.

Druck und Arbeitshetze machen krank

Linken-Expertin Sabine Zimmermann beklagte eine verkehrte Ausrichtung der Maßnahmen. „Fast alle Programme wollen das Verhalten der Beschäftigten verändern, aber nur rund die Hälfte der Maßnahmen zielt auch auf eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen im Betrieb“, sagte Zimmermann dem RND. „Dabei ist allgemein bekannt, dass Druck und Arbeitshetze genauso krank machen wie unnötige körperliche Belastungen am Arbeitsplatz – und das gilt gerade auch für Beschäftigte ohne Führungsaufgaben.“

Von RND

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Nach dem großen Hin und Her im Asylstreit erhebt die SPD schwere Vorwürfe gegen Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU). Bundestagsvizepräsident Thomas Oppermann etwa hält die Tage von Seehofer für gezählt.

05.07.2018

Kurz vor dem Treffen von Kanzlerin Angela Merkel und dem ungarischen Premier Viktor Orbán warnt FDP-Europapolitiker Alexander Graf Lambsdorff vor zuviel Optimismus. Die Kanzlerin solle nicht auf seine Unterstützung in der Migrationspolitik hoffen.

05.07.2018

Wegen Verzögerungen bei Rüstungsprojekten hat Finanzminister Olaf Scholz (SPD) dem Verteidigungsministerium ein Hintertürchen in der Etatplanung eingeräumt: Verteidigungsministerin Ursula Von der Leyen darf künftig nicht abgeflossene Mittel für Rüstungsexporte sparen.

05.07.2018
Anzeige