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Griechenland

Papandreou will Kampf gegen Korruption und Finanzbetrug forcieren


Angesichts der hohen Staatsverschuldung will Regierungschef von Griechenland, Giorgos Papandreou, den Kampf gegen Korruption und Finanzbetrug parteiübergreifend führen.
Regierungschef von Griechenland, Giorgos Papandreou.

Regierungschef von Griechenland, Giorgos Papandreou.

Welcher Weg führt aus einer möglichen Staatspleit? Giorgos Papandreou - Regierungschef von Griechenland - will den Kampf gegen Korruption und Finanzbetrug parteiübergreifend führen.

Papandreou forderte am Donnerstag die Spitzen aller Parteien für die kommende Woche zu einem Treffen auf, um den Kampf gegen Korruption und für die Transparenz des Finanzsystems zu intensivieren. Von dem Treffen solle die „starke Botschaft an das Ausland“ ausgehen, dass Griechenland seine Wirtschaft „säubern“ wolle. Das Treffen werde von Staatschef Karolos Papoulias geleitet, sagte Papandreou.

Der Vorsitzende der Euro-Gruppe, Jean-Claude Juncker, schloss indes einen Staatsbankrott Griechenlands aus. „Ich schließe einen Staatsbankrott von Griechenland völlig aus“, sagte Juncker am Rande des Kongresses der Europäischen Volkspartei (EVP) in Bonn. Allerdings sei die Haushaltslage in Griechenland „sehr angespannt“, sagte der luxemburgische Ministerpräsident.

Athen steht wegen seines massiven Defizit unter großem Druck aus der EU, nachdem die Regierung die Defizitprognose für dieses Jahr deutlich nach oben korrigiert hatte. Mehrere Rating-Agenturen hatten die Kreditwürdigkeit des südeuropäischen Landes herabgestuft.

Die EU-Kommission rechnet in diesem Jahr für Griechenland mit einer Neuverschuldung von 12,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), nach den EU-Vorgaben für die Euro-Zone darf die Nettoneuverschuldung allerdings nur drei Prozent des BIP betragen. Griechenland hatte dieses Stabilitätskriterium bereits vor der Euro-Einführung verletzt, die an Brüssel gemeldeten Daten aber schöngerechnet.

afp

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