Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 1 ° Regenschauer

Navigation:
Papst: "Islam nicht mit Gewalt gleichsetzen"

Franziskus zu Terroranschlägen Papst: "Islam nicht mit Gewalt gleichsetzen"

Nach den Anschlägen von radikalen Islamisten hat Papst Franziskus davor gewarnt, den Islam mit Gewalt gleichzusetzen. Auch Katholiken würden Verbrechen begehen, sagte er. Die Religion sei nicht die treibende Kraft hinter der Gewalt.

Voriger Artikel
Trump beleidigt Mutter eines toten Soldaten
Nächster Artikel
Türkei bestellt deutschen Vertreter ein

Papst Franziskus hat nach dem islamistischen Anschlag auf eine katholische Kirche in Nordfrankreich davor gewarnt, den Islam mit Gewalt gleichzusetzen.

Quelle: Armin Weigel/dpa

Rom. Angesichts der jüngsten Anschläge radikalislamischer Attentäter hat Papst Franziskus auf das gewaltsame Potenzial auch in der christlichen Gemeinschaft hingewiesen. "Wenn ich über islamische Gewalt spreche, dann muss ich auch über christliche Gewalt sprechen", sagte der Papst am Sonntag auf dem Rückflug von seiner Polen-Reise zu mitreisenden Journalisten.

Papst: Auch getaufte Christen töten

"In fast jeder Religion gibt es immer eine kleine Gruppe von Fundamentalisten – bei uns auch." Wenn er die Zeitungen lese, sehe er "jeden Tag Gewalt in Italien", sagte Franziskus. "Der eine tötet seine Freundin, der andere tötet seine Schwiegermutter, und das sind alles getaufte Christen." Der Papst resümierte: "Ich halte es nicht für richtig, den Islam mit Gewalt gleichzusetzen."

Franziskus betonte, dass die Religion seiner Ansicht nach nicht die treibende Kraft hinter Gewalttaten sei. Junge Menschen wendeten sich dem "Terrorismus" zu, wenn "sie keine anderen Optionen haben", sagte er. "Wie viele unserer jungen Europäer haben wir ohne Ideale zurückgelassen, ohne Arbeit, so dass sie sich Drogen und Alkohol zuwenden und bei fundamentalistischen Gruppen mitmachen?", fragte der Papst.

Der Papst hatte sich seit Mittwoch in Polen aufgehalten. Am Sonntag hatte er die Abschlussmesse zum Weltjugendtag nahe der polnischen Stadt Krakau gelesen. In einer Kirche in Nordfrankreich hatten  zwei Islamisten am Dienstag Geiseln genommen und einen Priester ermordet. Die Polizei erschoss die Angreifer.

afp/dpa/RND

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Deutschland / Welt
Kleiner Parteitag der CDU in Niedersachsen

Nach der SPD hat nun auch die CDU in Niedersachsen den Koalitionsvertrag angenommen. Bei einem kleinen Parteitag haben die Christdemokraten in Hannover darüber entschieden. Damit ist der Weg für eine Große Koalition in Niedersachsen frei.

Die Karikatur des Tages

So sehen unsere Karikaturisten die Welt.

24. Juli 2017 - Alev Doğan in Allgemein

Es gibt eine Wahrheit, vor der auch ich mich schon lange drücke. Eine, die auszusprechen weh tut: Um die Türkei steht es im Moment nicht gut. Ach was, um die Türkei steht es im Moment miserabel.

mehr