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Parteiübergreifende Zustimmung zu Atomausstieg bis 2022

Historischer Bundestagsbeschluss Parteiübergreifende Zustimmung zu Atomausstieg bis 2022

Deutschland verabschiedet sich endgültig von der Atomkraft. Im Bundestag gab es parteiübergreifend Zustimmung im Bundestag. Acht Atomkraftwerke werden sofort stillgelegt. 2022 gehen die letzten Reaktoren vom Netz.

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Der Atomausstieg ist seit Donnerstag beschlossene Sache: Der Bundestag stimmte mit breiter Mehrheit für den Ausstieg bis 2022.

Quelle: dpa

Berlin. Historischer Beschluss im Bundestag: Deutschland steigt als erste führende Industrienation bis 2022 endgültig aus der Atomenergie aus. Mit einem parteiübergreifenden Konsens von Union, FDP, SPD und Grünen machte das Parlament am Donnerstag den Weg hierfür frei. Es gab 513 Ja- und 79 Nein-Stimmen sowie 8 Enthaltungen. Acht Atomkraftwerke werden sofort stillgelegt, die übrigen neun AKW stufenweise bis 2022.

Union, FDP, SPD und Grüne stimmten für eine entsprechende Änderung des Atomgesetzes. Die Linke forderte einen früheren Ausstieg. Mit dem Beschluss wird die erst im Herbst beschlossene Laufzeitverlängerung um bis zu 14 Jahre zurückgenommen und für jedes der verbleibenden neun Atomkraftwerke ein festes Abschaltdatum eingeführt.

SPD und Grüne werteten die Entscheidung als ihren Erfolg, weil Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihre Regierung weitgehend zum rot-grünen Ausstiegsbeschluss von 2001 zurückgekehrt ist. Nach der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima hatte sich Merkel zu einer Kehrtwende in der deutschen Atompolitik entschlossen.

Bis September soll die Bundesnetzagentur entscheiden, ob eines der acht stillgelegten AKW für den Fall von Stromengpässen bis 2013 in Bereitschaft bleibt. Die Reihenfolge der Abschaltung bei den neun verbleibenden Atommeilern ist folgende: 2015 Grafenrheinfeld, 2017 Gundremmingen B, 2019 Philippsburg II, 2021 Grohnde, Brokdorf und Gundremmingen C sowie 2022 Isar II, Neckarwestheim II und Emsland.

ow/dpa

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