Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Pentagon schickt Panzer nach Osteuropa

US-Militärpräsenz Pentagon schickt Panzer nach Osteuropa

Die USA bauen ihre militärische Präsenz in Osteuropa deutlich aus. Im kommenden Jahr will das Pentagon weitere 4200 Soldaten, 250 Panzer, mehrere Haubitzen sowie 1700 weitere Fahrzeuge in die östlichen Nato-Staaten verlegen.

Voriger Artikel
Belgien billigt Ausweisung Abdeslams an Frankreich
Nächster Artikel
Missbrauchsvorwürfe gegen UN-Blauhelme

„Für die internationale Sicherheit“: Die USA wollen 250 Panzer in die östlichen Nato-Staaten verlegen.

Quelle: Uwe Anspach

Washington. Der Truppenaufmarsch sei als Reaktion auf die russischen Aggressionen auf der Krim und in der Ostukraine zu verstehen, hieß es zur Erklärung im US-Verteidigungsministerium. Bereits im Januar hatte Barack Obama eine Erhöhung der Verteidigungsausgaben für Europa zugesagt. Der US-Präsident hob allerdings mehrfach hervor, dass er auf Maßnahmen „mit Augenmaß“ Wert lege. So wird die Kampfbrigade nicht an einem Ort fest stationiert, sondern rotiert regelmäßig zwischen dem Baltikum, Polen, Bulgarien und Rumänien. Insgesamt wären damit ab 2017 drei US-Verbände in Osteuropa im Einsatz, die zeitweise von Marinekräften auf der Ostsee und im Schwarzen Meer unterstützt werden.

Die russische Regierung reagiert empört auf die Ankündigung aus Washington: „Wir sind keine untätigen Beobachter“, lässt Alexander Gruschko, Moskaus Nato-Botschafter, wissen. „Wir ergreifen regelmäßig militärische Maßnahmen, die wir für notwendig erachten, um diese verstärkte Präsenz auszugleichen, die durch nichts gerechtfertigt ist.“ Das russische Außenministerium formuliert seinen Protest dagegen zurückhaltender: Die Ankündigung des Pentagons werde auf der nächsten Sitzung des Nato-Russland-Rates diskutiert, teilte das Ministerium mit.

Aufmerksam registriert werden dürften die Details der Truppenaufstockung. So hieß es am Donnerstag in der amerikanischen Hauptstadt: Es werde das modernste Gerät nach Osteuropa verschifft, das die Armee zurzeit anzubieten habe. Das sogenannte statische Gerät werde bei einer Versorgungsbrigade in Deutschland, Belgien und den Niederlanden gelagert.

Der amerikanische Nato-General Philip Breedlove hatte in den vergangenen Wochen bereits mehrfach auf die anhaltende Modernisierung der russischen Truppen hingewiesen. Nach dem desolaten Georgien-Krieg 2008 habe der Kreml große Summen in die Modernisierung seiner Armee investiert. Auch der jüngste Einsatz der russischen Luftwaffe in Syrien habe die wiedergewonnene Schlagkräftigkeit einmal mehr unterstrichen.

Die Ankündigung, die Truppen in Osteuropa aufzustocken, kommt in den USA zu einem sensiblen Zeitpunkt. Am Dienstag hatte der republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump eine Reduzierung der amerikanischen Nato-Beiträge gefordert, da sich die Europäer zu wenig um ihre eigene militärische Sicherheit kümmern würden.

Ungeachtet der jüngsten innenpolitischen Auseinandersetzung hebt Verteidigungsminister Ashton Carter die Bedeutung der Allianz hervor: „Das Bündnis hat seit seiner Gründung wichtige Arbeit für die internationale Sicherheit und die Sicherheit der USA geleistet.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Deutschland / Welt

Die Wahl ist entschieden: Donald Trump wird der 45. Präsident der USA. Auf unserer Themenseite finden Sie aktuelle Berichte, Analysen und Hintergrundinformationen zur Wahl des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. mehr

CDU-Parteitag in Hameln

Zum Landesparteitag der niedersächsischen CDU in Hameln haben sich rund 450 Delegierte versammelt, um über einen Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2018 zu entscheiden. Sie nominierten einstimmig Bernd Althusmann.

Die Karikatur des Tages

So sehen unsere Karikaturisten die Welt.