Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Wahlsieger will Todesschuss einführen

Neuer Präsident der Philippien Wahlsieger will Todesschuss einführen

Im Wahlkampf hat er rabiates Durchgreifen gegen Kriminelle angekündigt, nach seinem Wahlsieg legt der nächste philippinische Präsident nach: Polizisten sollen Verbrecher erschießen.

Voriger Artikel
"Ich halte Gabriel für einen guten Parteichef"
Nächster Artikel
Renten-Reserven gesunken

Rodrigo Duterte kündete ein härteres Durchgreifen an.

Quelle: dpa

Davao. Mit gezielten Todesschüssen soll die Polizei auf den Philippinen künftig renitente Verbrecher niederstrecken. Das kündigte der frisch gewählte nächste Präsident Rodrigo Duterte (71) am Montag an. Zudem werde er in dem von Kriminalität geplagten Land in Südostasien die 2006 abgeschaffte Todesstrafe wieder einführen.

Duterte plädierte dabei für den Strang: „Erschießen ist zu teuer, wegen der Kugeln. Hinrichtungen auf dem elektrischen Stuhl seien wegen des Stromverbrauchs ebenfalls zu teuer. „Soll ich etwa noch Geld ausgeben, wenn ich einen schlechten Menschen töte?“

„Zerstört mein Land nicht, denn ich werde Euch umbringen“, sagte Duterte in Davao an die Adresse von Kriminellen. „Bei denen, die Widerstand leisten, ist mein Befehl an die Polizisten: erschießen. Habt Ihr verstanden? Erschießen, bei jedem organisierten Verbrechen.“

Weil Duterte schon im Wahlkampf rabiate Polizeimethoden propagiert hatte, warnten Menschenrechtler, er könne ein neuer Diktator werden. Trotzdem hat der 71-Jährige mit dem Versprechen, Kriminalität und Drogenhandel innerhalb von sechs Monaten zu beenden, die Wahl vor einer Woche haushoch gewonnen. Er tritt sein Amt am 30. Juni an.

Duterte war fast 30 Jahre lang Bürgermeister von Davao im Süden des Landes. Er hat einen Ruf als kompromissloser Verbrechensbekämpfer. Menschenrechtler werfen ihm vor, dort Todesschwadronen zu dulden, die Kleinkriminelle ermorden - mehr als 1400 seit 1998.

Duterte drohte auch den im Süden aktiven muslimischen Terroristen. Er rief sie auf, ihre Geiseln freizulassen und sich zustellen. Andernfalls müssten sie mit Konsequenzen rechnen.

Zeitgleich drohte die Terrororganisation Abu Sayyaf in einer Videobotschaft mit der Enthauptung einer zweiten kanadischen Geisel, wenn bis zum 13. Juni nicht ein Lösegeld in Millionenhöhe gezahlt sei. Sie hatte im April bereits einen unweit von Davao entführten Kanadier enthauptet.

Die Extremisten kämpfen in dem katholischen Land um Autonomie. Sie terrorisieren die Bevölkerung mit Anschlägen und finanzieren ihre Aktivitäten durch das Erpressen von Lösegeld. In ihren Händen sind mehrere Ausländer, darunter ein Norweger und ein Niederländer.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Deutschland / Welt

Die Wahl ist entschieden: Donald Trump wird der 45. Präsident der USA. Auf unserer Themenseite finden Sie aktuelle Berichte, Analysen und Hintergrundinformationen zur Wahl des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. mehr

CDU-Parteitag in Hameln

Zum Landesparteitag der niedersächsischen CDU in Hameln haben sich rund 450 Delegierte versammelt, um über einen Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2018 zu entscheiden. Sie nominierten einstimmig Bernd Althusmann.

Die Karikatur des Tages

So sehen unsere Karikaturisten die Welt.