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Platzeck verteidigt Seehofers Moskau-Reise

Umstrittenes Treffen mit Putin Platzeck verteidigt Seehofers Moskau-Reise

"Er soll auf jeden Fall fahren": Der frühere SPD-Vorsitzende Matthias Platzeck verteidigt die Moskau-Reise des bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU) gegen Kritik aus der Union.

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CSU-Chef Horst Seehofer erhält Unterstützung aus der SPD: Matthias Platzeck verteidigt die Moskau-Reise des bayerischen Ministerpräsidenten.

Quelle: Patrick Pleul/dpa

Berlin. "Wir müssen jetzt den Dialog pflegen, um den Graben, der sich zwischen Russland und Europa aufgetan hat, wieder zu schließen", sagte Platzeck dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND), dem die HAZ angehört. "Er soll auf jeden Fall fahren." Zuvor hatte Seehofer schon Unterstützung aus der Wirtschaft erhalten.

Platzeck, früherer brandenburgischer Ministerpräsident und Vorsitzender des Deutsch-russischen Forums, plädiert zudem für eine Abschaffung der EU-Sanktionen gegen Moskau. "Sanktionen bringen nie etwas", sagte er. Durch die Sanktionen ziehe Russland "sich immer mehr zurück, wird nationalistischer, feindlicher. Das können wir nicht wollen. Auf keinen Fall können wir eine wirtschaftliche oder politische Destabilisierung Russlands wollen."

Gleichwohl registriert auch Platzeck einen schärferen Ton aus Moskau. "Dass Propaganda läuft, und dass es einen Informationskrieg gibt, wissen wir nicht erst seit gestern. In Moskau spüren Sie das in jedem Gespräch. Die Atmosphäre ist deutlich rustikaler geworden. Die Russen haben jahrelang darauf geachtet, auch in der Wortwahl, wie etwas in Deutschland ankommt. Das ist vorbei. Sie vertreten ihre Interessen. Das alles ist nicht gut. Ohne oder gar gegen Russland ist keines der globalen Probleme zu lösen."

Von Jan Sternberg

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