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Politiker bestürzt über Westerwelles Tod

Reaktionen Politiker bestürzt über Westerwelles Tod

Mit Erschütterung und Bestürzung haben Politiker aller Parteien auf den Tod von Guido Westerwelle reagiert. Ein Überblick.

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Sichtlich erschüttert äußerte sich FDP-Chef Christian Lindner zum Tod von Guido Westerwelle.

Quelle: dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich "tief erschüttert" über den Tod ihres früheren Stellvertreters Guido Westerwelle geäußert. Als damaliger Außenminister habe Westerwelle "mit Herz und Leidenschaft für Frieden und Menschenrechte gekämpft", sagte Merkel am Freitagabend am Rande des EU-Gipfels in Brüssel. Westerwelle war am selben Tag in Köln an den Folgen seiner Krebserkrankung gestorben.

"Für die liberale Bewegung, für die Politik in Deutschland und für mich persönlich ist das ein richtig trauriger Tag", sagte Merkel dazu weiter. Westerwelle sei ein erfolgreicher Politiker gewesen, sie habe ihn aber auch als "empfindsamen und nachdenklichen Menschen" kennengelernt, "dessen Wort auch Gültigkeit hatte".

FDP-Chef Christian Lindner und sein Vorgänger Philipp Rösler haben sich betroffen und erschüttert. "Guido Westerwelle hat die Freiheit geliebt, deshalb hat er für die Freiheit gekämpft", sagte Lindner am Freitag in Düsseldorf. Der Verstorbene sei ein "Mann voller Leidenschaft" gewesen, "seine intellektuelle Schärfe und rhetorische Brillanz haben uns alle begeistert". "Ich bin unendlich traurig", sagte Rösler, der Westerwelle 2011 als Parteichef abgelöst hatte, dem Portal "Focus Online". Der Verstorbene sei "ein großer, begnadeter Politiker" gewesen. Erst gegen Ende seines Lebens sei dann aber auch "die persönliche, menschliche Seite von Guido Westerwelle für alle sichtbar" geworden.

Der ehemalige Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP) hat sich "tief erschüttert" geäußert. "Er war eine große politische Begabung und ein herzensguter Mensch. Mit ihm wird unvergessen bleiben das Wahlergebnis der FDP aus dem Jahr 2009", hieß es in einer Erklärung, die am Freitag von seinem Büro verbreitet wurde. "Ich habe seinen Weg von Anfang an beobachten und begleiten dürfen." Genscher ließ ankündigen, dass er aus "gesundheitlichen Gründen" an den Trauerfeierlichkeiten für Westerwelle nicht werde teilnehmen können. Nach Angaben seines Büros ist der 88-Jährige derzeit "nicht reisefähig, sondern überwiegend bettlägerig". Der ehemalige Außenminister Westerwelle war am Freitag mit 54 Jahren an den Folgen von Blutkrebs gestorben.

Bundespräsident Joachim Gauck : "Mit Guido Westerwelle verliert unser Land einen leidenschaftlichen politischen Menschen, der seine verschiedenen Aufgaben, ob in seiner Partei, im Ministeramt oder zuletzt in der von ihm gegründeten Stiftung, immer mit großem persönlichem Einsatz angegangen ist. Als Vorsitzender der FDP führte er seine Partei zu großen Erfolgen. (...) Er wird uns als ein leidenschaftlicher Demokrat und Europäer in Erinnerung bleiben."

Bundestagspräsident Nobert Lammert: "Mit Guido Westerwelle verlieren wir einen überzeugten Parlamentarier und leidenschaftlichen Liberalen, der die bundesdeutsche Politik über viele Jahre mitgeprägt hat."

Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel hat bestürzt reagiert. "Mit Guido Westerwelle ist ein aufrechter Demokrat viel zu früh von uns gegangen", erklärte Gabriel am Freitag. Westerwelle habe in den vielen Ämtern seiner Karriere immer engagiert und leidenschaftlich für seine Positionen gekämpft und gestritten. "Mit Guido Westerwelle verliert Deutschland einen Menschen, der sein ganzes Leben der Politik und dem Einsatz für das Gemeinwohl gewidmet hat." Westerwelle war am Freitag im Alter von 54 Jahren an den Folgen seiner Leukämie-Erkrankung gestorben.

CSU-Chef Horst Seehofer hat Westerwelle als "glühenden Anwalt der Freiheit, der sozialen Marktwirtschaft und der Bürgerrechte" bezeichnet. Er sei tief betroffen vom Krebstod des ehemaligen FDP-Vorsitzenden, meinte der bayerische Ministerpräsident am Freitag. "Mit seinen rhetorischen Fähigkeiten war er ein Meister der gepflegten Debattenkultur." Westerwelle werde "sehr fehlen". Westerwelle war am Freitag im Alter von 54 Jahren an den Folgen seiner Leukämie-Erkrankung gestorben.

Frank-Walter Steinmeier , Außenminister: "Wir haben heute einen Menschen verloren, der unser Land eine ganze Generation lang als Parteivorsitzender der FDP, als Oppositionsführer und dann als Außenminister geprägt hat. Guido Westerwelle war Vollblutpolitiker. Jemand, der sich nie wegduckt und auch in schwierigen Zeiten seine Überzeugungen aufrecht vertreten hat."

CDU-Fraktionschef Volker Kauder : "Tief betroffen habe ich vom Tod meines Freundes Guido Westerwelle erfahren. Er war ein großartiger Kämpfer für die liberale Sache und ein engagierter Parlamentarier. Er hat unserer Demokratie gedient. Wir werden Guido Westerwelle vermissen."

Grünen-Chef Cem Özdemir : "Wir sind sehr bestürzt über den Tod von Guido Westerwelle. Wir trauern mit seinem Mann und seiner Familie!"

Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch : "Guido Westerwelle ist viel zu früh gestorben. Mein Mitgefühl gilt seinen Angehörigen und seinen Freunden."

Israles Ministerpräsident Benjamin Netanjahu : "Er war ein Staatsmann, ein leidenschaftlicher Freund Israels und ein Verfechter von Frieden, Gerechtigkeit und Freiheit. Alle, die ihn kannten, werden ihn vermissen."

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Zum Tode von Guido Westerwelle

Am Ende hat er den Kampf gegen den Krebs doch verloren: Der ehemalige Außenminister und FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle ist im Alter von 54 Jahren gestorben. Westerwelle litt an Leukämie und befand sich seit Monaten in Behandlung in der Uniklinik Köln. Ein Nachruf von HAZ-Redakteur Michael B. Berger.

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