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Offenbar Brandanschlag auf CDU-Wahlkampfbus

Polizei ermittelt in Berlin Offenbar Brandanschlag auf CDU-Wahlkampfbus

Von Dach und Fahrerkabine haben die Flammen kaum etwas übrig gelassen: In Berlin ist der Wahlkampfbus eines CDU-Politikers ausgebrannt. Die Polizei geht von einem Brandanschlag aus. Im Fahrzeug hätten Menschen sein können.

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In der Nacht zu Freitag brannte der Wahlkampfbus des CDU-Politikers Thilo-Harry Wollenschlaeger vollständig aus, wie die Polizei mitteilte. Sie geht von Brandstiftung aus.

Quelle: Rainer Jensen/dpa

Berlin. Ein CDU-Wahlkampfmobil ist in Berlin-Staaken komplett ausgebrannt. Die Ermittler gehen von Brandstiftung aus, wie eine Polizeisprecherin am Freitag sagte. Es gebe keine Hinweise darauf, dass sich das Fahrzeug selbst entzündet habe.

Der polizeiliche Staatsschutz übernahm die Ermittlungen und sicherte am Brandort Spuren. Die Feuerwehr hatte die Flammen gelöscht, nachdem Autofahrer den Brand in der Nacht zu Freitag auf einem Parkplatz nahe der Heerstraße bemerkt hatten. Verletzt wurde niemand.

Politiker nutzt Fahrzeug privat

Doch es hätte auch anders kommen können: Das Wohnmobil ist ein privates Fahrzeug des CDU-Politikers und Schaustellers Thilo-Harry Wollenschläger. Er hätte mit seiner Familie auch in dem Bus schlafen können, sagte er.

Wollenschläger ist CDU-Wahlkreiskandidat für Berlin-Hakenfelde und hatte das Wohnmobil großflächig mit entsprechender Werbung beklebt. Bei dem Brand wurden wegen der großen Hitze auch ein daneben stehender Kran und ein Sattelschlepper beschädigt.

Henkel: Neue Qualität der Gewalt

Politiker der meisten Parteien reagierten empört auf den mutmaßlichen Brandanschlag. Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) sprach von einer neuen Qualität der Gewalt in der politischen Auseinandersetzung.

In den vergangenen Wochen hatte es bereits andere Delikte gegen verschiedene Parteien gegeben. Zuletzt wurden mehrfach Wahlplakate beschmiert und zerstört. Die Berliner SPD berichtete am Freitag auch von "Pöbelattacken an Infoständen".

Serie von Auto-Brandstiftungen

Innensenator Henkel sagte, es sei nicht hinzunehmen, dass Hass in den Wahlkampf getragen werde. Er sieht demnach einen "neuen Tiefpunkt" in der Auseinandersetzung, der Berliner CDU-Generalsekretär Kai Wegner sprach von einer "nicht zu akzeptierenden Grenzüberschreitung". Die Attentäter werde man "früher oder später ermitteln und zur Rechenschaft ziehen".

In Treptow-Köpenick und Friedrichshain-Kreuzberg waren kürzlich CDU-Bürgerbüros beschädigt worden: Scheiben gingen zu Bruch, Fassaden wurden beschmiert. In einem Fall wurde ein Zusammenhang mit der Teilräumung des von Linksautonomen bewohnten Hauses in der Rigaer Straße 94 vermutet. Seit der Räumung gibt es eine Serie von Auto-Brandstiftungen, hinter der Linksextreme vermutet werden.

Am 18. September werden in Berlin das Abgeordnetenhaus und die Bezirksverordnetenversammlungen neu gewählt.

dpa/RND

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