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Polizei identifiziert zweiten Kirchen-Angreifer

Anschlag in Frankreich Polizei identifiziert zweiten Kirchen-Angreifer

Bereits kurz nach dem Anschlag auf die Kirche im Nordwesten Frankreichs war bekannt geworden, dass gegen einem der Täter wegen Terrorverdacht ermittelt wurde. Nun ist auch der zweite Täter identifiziert – und auch er ist kein Unbekannter für die französischen Behörden.

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Blumen vor der Kirche in Saint-Étienne-du-Rouvray.

Quelle: dpa

Paris. Nach dem Angriff auf eine katholische Kirche im Nordwesten Frankreichs ist auch der zweite Täter offiziell identifiziert worden. Es handelt sich um den 19-jährigen Abdel-Malik Nabil Petitjean, wie eine Sprecherin der Pariser Staatsanwaltschaft am Donnerstag bestätigte. Den anderen Angreifer hatten die Ermittler bereits kurz nach der Tat als Adel Kermiche - ebenfalls 19 Jahre alt - identifiziert.

Zweiter Täter als radikaler Islamist aufgefallen

Gegen Kermiche liefen Terrorermittlungen, weil er zwei Mal versucht hatte, nach Syrien zu reisen. Er war erst im vergangenen März aus der U-Haft entlassen worden und stand mit einer elektronischen Fußfessel unter Hausarrest.

Auch der nun identifzierte zweite Täter ist kein Unbekannter: Wie aus Ermittlerkreisen verlautete, hatten die Geheimdienste zu dem 19-Jährigen wegen seiner Radikalisierung am 29. Juni eine sogenannte Akte S (im Französischen: fiche S) angelegt. In der entsprechenden Kartei werden alle geführt, die als radikale Islamisten aufgefallen sind.

Petitjean hatte den Angaben zufolge versucht, nach Syrien zu reisen. Eine Akte S - das S steht für Staatssicherheit - führt in der Regel nicht zu einer ständigen Überwachung durch die Sicherheitsbehörden. Häufig werden Verdächtige nur über einen begrenzten Zeitraum stichprobenartig überwacht, etwa indem ihre Telefone angezapft werden.

Petitjean und sein Komplize Adel Kermiche hatten am Dienstag im Ort Saint-Étienne-du-Rouvray nahe der nordfranzösischen Stadt Rouen während eines Gottesdienstes eine Kirche gestürmt. Die beiden Männer nahmen Geiseln und töteten den Priester. Sie wurden von der Polizei erschossen. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) nahm die Bluttat für sich in Anspruch.

afp/dpa/RND/zys

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