Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland / Welt Polizei und Tränengas im Kosovo-Parlament
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Polizei und Tränengas im Kosovo-Parlament
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:55 24.10.2015
Die Opposition hat das Parlament mit Tränengas lahmgelegt, auf den Straßen gerieten Polizei und Demonstranten aneinander. Quelle: dpa
Anzeige
Pristina

Chaos in der Kosovo-Hauptstadt Pristina: Die Opposition hat das Parlament mit Tränengas lahmgelegt, auf den Straßen gerieten Polizei und Demonstranten aneinander. Nur unter Polizeischutz konnte ein Rumpfparlament zu einer improvisierten Nachtsitzung in einem Nebenraum zusammenkommen, die um 2.00 Uhr am frühen Samstag endete. An der Notsitzung nahmen lediglich die Abgeordneten der Regierungsparteien teil.

Die Opposition blockiert seit Wochen das Parlament. Sie will damit die Regierung zwingen, ein von der EU vermitteltes Abkommen zurückzuziehen. Damit erhält die serbische Minderheit im Norden des Landes weitgehende Autonomierechte. Die Opposition behauptet, damit werde das Land verfassungswidrig geteilt.

Die Abgeordneten der serbischen Minderheit nahmen an der Krisensitzung des Parlaments am Freitag und Samstag nicht teil. Sie berieten sich stattdessen in Belgrad mit dem serbischen Regierungschef Aleksandar Vucic. "Die politische Krise stürzt das Land ins Chaos", titelte die wichtigste Zeitung "Koha ditore" am Samstag in Pristina.

Zum dritten Mal in einem Monat hatte die Opposition seit Freitagnachmittag die Abgeordneten wiederholt mit Tränengas auseinandergetrieben. Die Opposition unter Führung der nationalistischen "Vetevensoje" (Selbstbestimmung) wurde auf den Straßen rund um das Parlament von Demonstranten unterstützt, die sich gewalttätige Auseinandersetzungen mit der Polizei lieferten. Sie warfen Steine und Molotowcocktails und steckten Autoreifen in Brand.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Deutschland schafft neue Tatsachen im Asylrecht. Bei einem Sondertreffen in Brüssel soll am Sonntag die Kommunikation der Länder an der Flüchtlingsroute verbessert werden. Viele Probleme bleiben jedoch ungelöst.

24.10.2015

Zehn Jahre nach dem Starttermin hat die intelligente Gesundheitskarte immer noch nicht alle wichtigen Daten der Patienten. Das ehrgeizige Milliardenprojekt droht zum finanziellen, technischen und politischen Fiasko zu werden. Gesundheitsminister Hermann Gröhe droht nun mit Sanktionen.

26.10.2015

Im NPD-Verbotsverfahren plant der zuständige Zweite Senat des Bundesverfassungsgerichts offenbar eine Entscheidung bis spätestens April 2016. Zuletzt hatte Karlsruhe Nachbesserungen der Antragssteller bei der geforderten Abschaltung sogenannter V-Leute gefordert.

23.10.2015
Anzeige