Volltextsuche über das Angebot:

24 ° / 17 ° wolkig

Navigation:
Polizei und Tränengas im Kosovo-Parlament

Chaos auf den Straßen Polizei und Tränengas im Kosovo-Parlament

Das Kosovo ist durch eine schwere Verfassungskrise gelähmt. Regierung und Opposition stehen sich unversöhnlich gegenüber. Helfen können einmal mehr nur die EU und die USA.

Voriger Artikel
Verschärfungen im Asylrecht treten in Kraft
Nächster Artikel
Ab 2016 gehen Braunkohle-Kraftwerke vom Netz

Die Opposition hat das Parlament mit Tränengas lahmgelegt, auf den Straßen gerieten Polizei und Demonstranten aneinander.

Quelle: dpa

Pristina. Chaos in der Kosovo-Hauptstadt Pristina: Die Opposition hat das Parlament mit Tränengas lahmgelegt, auf den Straßen gerieten Polizei und Demonstranten aneinander. Nur unter Polizeischutz konnte ein Rumpfparlament zu einer improvisierten Nachtsitzung in einem Nebenraum zusammenkommen, die um 2.00 Uhr am frühen Samstag endete. An der Notsitzung nahmen lediglich die Abgeordneten der Regierungsparteien teil.

Die Opposition blockiert seit Wochen das Parlament. Sie will damit die Regierung zwingen, ein von der EU vermitteltes Abkommen zurückzuziehen. Damit erhält die serbische Minderheit im Norden des Landes weitgehende Autonomierechte. Die Opposition behauptet, damit werde das Land verfassungswidrig geteilt.

Die Abgeordneten der serbischen Minderheit nahmen an der Krisensitzung des Parlaments am Freitag und Samstag nicht teil. Sie berieten sich stattdessen in Belgrad mit dem serbischen Regierungschef Aleksandar Vucic. "Die politische Krise stürzt das Land ins Chaos", titelte die wichtigste Zeitung "Koha ditore" am Samstag in Pristina.

Zum dritten Mal in einem Monat hatte die Opposition seit Freitagnachmittag die Abgeordneten wiederholt mit Tränengas auseinandergetrieben. Die Opposition unter Führung der nationalistischen "Vetevensoje" (Selbstbestimmung) wurde auf den Straßen rund um das Parlament von Demonstranten unterstützt, die sich gewalttätige Auseinandersetzungen mit der Polizei lieferten. Sie warfen Steine und Molotowcocktails und steckten Autoreifen in Brand.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Deutschland / Welt
Sommerfest der niedersächsischen Landesvertretung in Berlin

Beim Sommerfest der Landesregierung in Berlin feierten 3000 Gäste mit Unternehmern, Prominenten, politischen Freunden - und politischen Gegnern. 

Die Karikatur des Tages

So sehen unsere Karikaturisten die Welt.

25. April 2017 - Alev Doğan in Allgemein

Welches Glück müssen wir jahrzehntelang gehabt haben, dass wir in Frieden und relativ sicher in Deutschland leben konnten – mit all den Türken, die das Land bevölkern.

mehr