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Polizei zeigt Horror-Arsenal der Autonomen

G-20-Proteste Polizei zeigt Horror-Arsenal der Autonomen

Hamburgs Polizeipräsident warnt vor Hunderten gewaltbereiten Autonomen aus dem Ausland. Diese planten „massive Angriffe“ in Hamburg. Bei Durchsuchungen wurden Hunderte Waffen gefunden. Wie reagiert die linksradikale Szene?

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Waffenarsenal das bei Einsätzen in Rostock und Hamburg in den vergangenen Wochen gefunden worden war.

Quelle: dpa

Hamburg. Hamburgs Polizeipräsident Ralf Martin Meyer hat sich besorgt über mögliche Gewaltexzesse und Ausschreitungen rund um den G20-Gipfel geäußert. Bei der Vorstellung von sichergestellten Waffen am Dienstag in Hamburg sagte er, dass in den vergangenen Tagen „Bewegungen der autonomen Szene Richtung Hamburg zu beobachten gewesen sind“. Aktivisten aus Skandinavien, der Schweiz und aus Italien spielten dabei eine nicht unerhebliche Rolle, so Meyer. „Hier geht es ja wohl nicht um Sitzblockaden, sondern um massive Angriffe“, ergänzte er.

Die Polizei präsentierte ein über 100-teiliges Waffenarsenal, das bei insgesamt drei Einsätzen in Rostock, Bad Doberan und Hamburg in den vergangenen Wochen gefunden worden war. Darunter waren unter Anderem mit brennbarer Flüssigkeit gefüllte Feuerlöscher, Präzisionszwillen mit Stahlkugeln, Pyrotechnik, Material zum Bau von Molotow-Cocktails sowie Baseballschläger. Die gefundenen Präzisionszwillen seien geeignet, schwerste Verletzungen hervorzurufen. Sie durchdringen nicht Helm und Visier, aber in den meisten Situationen hätten die Beamten das Visier nicht heruntergeklappt. Dann könnten die verschossenen Stahlkugeln tief in den Kopf eindringen.

Das führte die Polizei in einem Demonstrationsvideo mit Puppen vor, ebenso den Einsatz von Feuerlöscher, die mit dem Pech Bitumen gefüllt waren. Diese seien eine erhebliche Gefahr für Polizisten, Zivilpersonen und Gebäude. Sie haben eine Reichweite von 10 bis 15 Meter, mit Bitumen besprühte Gegenstände können zum Beispiel mit einer Signalfackel leicht in Brand gesetzt werden. Dann sind schwere Brandverletzungen zu erwarten.

Der Anmelder der linksradikalen Demonstration „Welcome to Hell“ am Donnerstag, Andreas Blechschmidt, sprach von „Propaganda“ der Polizei. Der Sozialpsychologe gehört zum Umfeld des besetzten linksalternativen Kulturzentrums „Rote Flora“, das seit 1989 auf Konfrontation mit Senat und Polizei setzt. Angesichts der Verhinderungstaktik der Polizei versucht er jetzt zu beschwichtigen. „Ich will kein zweites Genua herbeireden“, sagte er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Hamburg wird am Freitagmorgen noch stehen.“ Bei Protesten gegen den G-8-Gipfel in Genua 2001 gab es bei schweren Auseinandersetzungen Hunderte Verletzte. Der 23-jährige Demonstrant Carlo Giuliani wurde von einem Polizisten erschossen.

Von Jan Sternberg/RND

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