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Polnischer Rundfunk protestiert mit Europahymne

Aktion gegen neues Gesetz Polnischer Rundfunk protestiert mit Europahymne

Ein musikalisches Zeichen, dass Polen und die EU zusammengehören, setzt der polnische Rundfunk seit dem Jahreswechsel. Im Nachrichtenprogramm zur vollen Stunde erklingen abwechselnd die Nationalhymne und die Europahymne "Ode an die Freude". Grund ist der Protest gegen ein umstrittenes Mediengesetz.

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Mit der Europahymne "Ode an die Freude" im Nachrichtenprogramm will der polnische Rundfunk auf die Folgen des neuen umstrittenen Mediengesetzes aufmerksam machen.

Quelle: dpa Symbolbild

Warschau . "Wir wollen unsere Hörer und die öffentliche Meinung auf die Bedrohung des Pluralismus und der Redefreiheit in den öffentlich-rechtlichen Medien aufmerksam machen", begründete das Kamil Dabrowa, Chefredakteur des Ersten Programms, in einer Stellungnahme. Der öffentlich-rechtliche Rundfunksender protestiert so gegen die Auswirkungen des neuen Mediengesetzes, das die nationalkonservative polnische Regierung am Donnerstag auch durch die zweite Kammer des polnischen Parlaments gebracht hatte.

Unter anderem sollen die Mandate der bisherigen Aufsichtsräte und Vorstandsmitglieder des öffentlich-rechtlichen Fernsehens und Rundfunks verfallen. Über die Spitzenposten in den öffentlich-rechtlichen Medien soll der Schatzminister und damit die Regierung entscheiden. Gegen das Gesetz, das noch die Unterschrift von Präsident Andrzej Duda benötigt, gab es bereits Proteste von Menschenrechtsgruppen und Journalistenverbänden.

dpa

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