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Ranghoher IS-Anführer Al-Schischani tot

USA Ranghoher IS-Anführer Al-Schischani tot

Weitere Niederlagen für den IS: Ein ranghoher Militärkommandeur der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) ist nach Angaben der USA den bei einem Luftangriff in Syrien erlittenen Verletzungen erlegen. Außerdem soll der IS zunehmend Kindersoldaten rekrutieren, weil erwachsene Kämpfer desertieren.

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Quelle: Symbolbild

Washington. Omar al-Schischani ("Omar der Tschetschene") war bei einem Angriff von der US-geführten Koalition gegen die Dschihadisten vor einer Woche ins Visier genommen worden.

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in Großbritannien hatte am Sonntag erklärt, Al-Schischani liege in einem Krankenhaus im Osten der Provinz Raka und sei "klinisch tot". Die Angaben der oppositionsnahen Organisation, die vor Ort über ein dichtes Netz von Informanten verfügt, sind von unabhängiger Seite kaum überprüfbar.

Der für seinen dichten, rothaarigen Bart bekannte al-Schischani gilt als einer der führenden militärischen Verantwortlichen der IS-Miliz. Der bürgerliche Name des Georgiers lautet Tarchan Batiraschwili. Die USA hatten auf ihn ein Kopfgeld in Höhe von fünf Millionen Dollar (4,5 Millionen Euro) ausgesetzt.

Den US-Behörden zufolge war al-Schischani der führende Kommandeur des IS in Nordsyrien. Ihm hätten auch tausend ausländische Kämpfer unterstanden. Die USA gehen außerdem davon aus, dass der Extremist ein Gefängnis nahe Raka beaufsichtigte, in dem mutmaßlich ausländische Geiseln festgehalten werden.

Kindersoldaten beim IS

Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) rekrutiert nach Einschätzung der USA zunehmend Kindersoldaten, weil immer mehr erwachsene Kämpfer desertieren. Außenamtssprecher John Kirby sagte am Montag vor Journalisten, "immer mehr" Kämpfer verließen den IS. Daher setze die Miliz zunehmend auf Minderjährige.

Zuvor seien Kinder vor allem zur Beschaffung von Informationen und für Selbstmordattentate benutzt worden, was der IS auch nach wie vor tue, sagte Kirby. "Jetzt bekommen wir aber immer mehr Berichte darüber, dass sie Kinder bei richtigen Kampfhandlungen an der Seite von erwachsenen Kämpfern einsetzen." All dies seien Anzeichen für Probleme des IS, Mitglieder zu rekrutieren und zu halten.

Gleichwohl stuften die USA die von der Miliz ausgehende Gefahr als "sehr ernst" ein, sagte der Ministeriumssprecher weiter. Der IS kontrolliert weite Landesteile in Syrien und im Irak und herrscht dort mit brutaler Hand. Die USA führen eine Militärallianz gegen die Extremisten an.

afp

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