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Nach Brexit fordert Spanien Gibraltar zurück

Britische Exklave Nach Brexit fordert Spanien Gibraltar zurück

Nach dem britischen Votum für den Austritt aus der Europäischen Union hat Spanien seine Ansprüche auf die britische Exklave Gibraltar erneuert.

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Nach dem Brexit bekräftigt Spanien seine Ansprüche auf Gibraltar.

Quelle: dpa/Thomas Schulze

Madrid. Die Frage über die Zugehörigkeit des Felsens am Südzipfel Spaniens werde mit dem Brexit-Votum zu einer "bilateralen Frage", die "ausschließlich zwischen dem Vereinigten Königreich und Spanien verhandelt werden muss", sagte Spaniens Außenminister José Manuel Garcia Margallo am Freitag dem Radiosender Onda Cero.

Die Halbinsel Gibraltar liegt an der Meerenge zwischen dem Mittelmeer und dem Atlantischen Ozean. Sie war im Jahr 1713 von Spanien an Großbritannien übergeben worden, wird aber regelmäßig von Madrid zurückgefordert. Bislang pufferte die EU die Spannungen zwischen beiden Ländern.

Spanien schlägt geteilte Souveränität vor

"Die spanische Flagge nähert sich dem Felsen", sagte Margallo. "Es muss nun entschieden werden, welches Verhältnis Gibraltar (zur EU) haben will, wenn es Zugang zum Binnenmarkt der Europäischen Union haben möchte", sagte der spanische Außenminister.

Sein Vorschlag sei "eine britisch-spanische Ko-Souveränität" für die Halbinsel, sagte Margallo. Dieser Status sollte für einen begrenzten Zeitraum gelten, der dann zur Rückgabe des britischen Gebiets an Spanien führen solle. In dieser Übergangszeit könnten die Einwohner Gibraltars britische Staatsbürger bleiben und eine besondere Steuerregelung behalten.

Gibraltar stimmte für Verbleib in der EU

Die offizielle Währung Gibraltars ist das Gibraltar-Pfund, aber in einem Verhältnis von 1:1 an das britische Pfund gebunden ist. Aus diesem Grund wird dort auch weniger mit dem Euro bezahlt.

Die Bürger Gibraltars hatten sich bei dem Referendum am Donnerstag mit großer Mehrheit für den Verbleib Großbritanniens in der EU ausgesprochen. Letztlich setzten sich in ganz Großbritannien aber die EU-Gegner mit einer knappen Mehrheit von 51,9 Prozent durch.

Der britische Europaminister David Livington sagte, die britische Regierung werde "niemals Abkommen abschließen", die die Einwohner Gibraltars gegen ihren Willen der Souveränität eines anderen Staats unterstellten. Die Idee einer Ko-Souveränität wurde bereits bei Verhandlungen zwischen London und Madrid in den Jahren 2001 und 2002 geprüft. Bei einem Referendum wurde sie jedoch von den Bürgern Gibraltars abgelehnt.

afp/RND

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