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Regierung schränkt Familiennachzug massiv ein

Flüchtlinge aus Griechenland Regierung schränkt Familiennachzug massiv ein

Die Bundesregierung hat den Familiennachzug von Flüchtlingen aus Griechenland massiv eingeschränkt. Derzeit werden nur noch 70 Angehörige im Monat aufgenommen. Dabei sei der Bedarf viel größer, kritisiert die Opposition.

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Derzeit nimmt Deutschland nur 70 Angehörige von Geflüchteten auf, die sich in Griechenland aufhalten.

Quelle: Swen Pfödpa

Berlin. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat den Familiennachzug von Flüchtlingen aus Griechenland massiv eingeschränkt. Seit April nimmt Deutschland nur noch maximal 70 Angehörige von Asylsuchenden im Monat auf. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken hervor, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt.

Nach Ansicht der Linken-Bundestagsabgeordneten Ulla Jelpke verstößt de Maizière damit gegen europäische Bestimmungen. Laut Dublin-Verordnung besitzen Flüchtlinge einen Rechtsanspruch auf Familiennachzug. „Erneut tritt die Bundesregierung EU-Recht und Kindeswohl mit Füßen“, sagte Jelpke dem RND. Der Bedarf liege bei bis zu 400 Personen monatlich.

Als Begründung nennt das Ministerium „begrenzte Betreuungs- und Unterbringungskapazitäten“ sowie einen „erheblichen logistischen Koordinierungsaufwand von Landes- und Bundesbehörden“. Jelpke sprach von einer „erbärmlichen Ausrede“. Sie forderte die Bundesregierung auf, die Deckelung sofort zurückzunehmen.

Von Jörg Köpke/RND

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