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Rohingya-Miliz will Feuerpause wieder beenden

Myanmar Rohingya-Miliz will Feuerpause wieder beenden

Am Dienstag will die Rohingya-Miliz Arsa in Myanmar die von ihnen ausgerufene Feuerpause wieder einstellen. Dies teilte die Miliz per Twitter mit. Sie erklärte dabei ihre grundsätzliche Bereitschaft zu einer friedlichen Lösung, zeigte sich gleichzeitig aber entschlossen, die Tyrannei gegen das Volk der Rohingya zu stoppen.

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Noch immer fliehen zahlreiche Rohingyas aus der Provinz Rakhine, wie hier über einen Grenzfluss, ins Nachbarland Bangladesch.
 

Quelle: Arakan Rohingya National Organization/AP

Rangun.  In Myanmar endet in der Nacht zu Dienstag die einseitig ausgerufene Feuerpause der Rohingya-Miliz Arsa. Das teilte die Rebellengruppe am Samstag per Twitter mit. Sie erklärte dabei ihre grundsätzliche Bereitschaft zu einer friedlichen Lösung des Konfliktes mit der Regierung. Gleichzeitig erklärten die Aufständischen, sie seien „entschlossen, die Tyrannei und die Unterdrückung gegen das Volk der Rohingya zu stoppen“.

Die Arsa-Miliz hatte die einseitige Waffenruhe am 9. September ausgerufen, um die humanitäre Hilfe für die verfolgten Rohingya in der Krisenregion Rakhine nicht zu behindern. Myanmars Armee hatte dagegen bekräftigt, dass sie nicht mit „Terroristen“ verhandeln werde. Der Konflikt im Westen Myanmars war wieder aufgeflammt, nachdem sich die Arsa-Miliz Ende August zu Angriffen auf Dutzende Polizei- und Armeeposten bekannt hatte. Die Armee reagierte auf die Attacken mit brutaler Gegengewalt, in deren Zuge nach offiziellen Angaben Hunderte Menschen getötet und zahlreiche Dörfer niedergebrannt wurden.

Noch Anfang Oktober vermittelten Regierungsvertreter Bangladeschs und Myanmars ein Signal der Hoffnung, weil sie in gemeinsamen Gesprächen einen Ausweg aus der Krise finden wollten.

Nach UN-Schätzungen sind mittlerweile mehr als eine halbe Million Angehörige der muslimischen Volksgruppe über die Grenze nach Bangladesch geflohen. Zahlreiche Rohingya sind auch innerhalb Myanmars auf der Flucht.

Sowohl die Vereinten Nationen als auch Menschenrechtsorganisationen werfen Myanmar Verbrechen gegen die Menschlichkeit und ethnische Säuberungen in den Rohingya-Gebieten vor. Die Armee sowie De-Facto-Regierungschefin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi haben die Vorwürfe stets zurückgewiesen.

Von RND/epd

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