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Roland Berger prüft den BND

Missstände beim Nachrichtendienst Roland Berger prüft den BND

Der Bundesnachrichtendienst (BND) hat Medienberichten zufolge die Unternehmensberatung Roland Berger beauftragt, die Abteilung Technische Aufklärung (TA) des Dienstes auf mögliche Missstände hin zu überprüfen.

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Die Unternehmensberatung Roland Berger soll die Abteilung Technische Aufklärung (TA) beim Bundesnachrichtendienst (BND) prüfen und Missstände beheben.

Quelle: Soeren Stache

Berlin. Nach am Donnerstagabend veröffentlichten Informationen von "Süddeutscher Zeitung", NDR und WDR erteilte der scheidende BND-Präsident Gerhard Schindler den Auftrag in Absprache mit dem Kanzleramt. Es wäre demnach das erste Mal, dass der Dienst eine Beratungsfirma einschaltet.

Die Abteilung Technische Aufklärung kümmert sich vor allem ums Abhören und um die Bereiche Cyber-Bedrohung und Cyber-Abwehr. Ins Gerede kam die Abteilung in Zusammenhang mit den Enthüllungen über Kooperationen mit dem US-Geheimdienst NSA, aber auch durch in Verbindung damit bekannt gewordene eigene Abhörpraktiken, von denen offensichtlich auch Politiker der EU und internationale Organisationen betroffen waren.

Kahl folgt auf Schindler

Der 63-jährige Schindler soll Ende Juni von Bruno Kahl abgelöst werden. Sein Wechsel in den Ruhestand wird auch mit der Abhöraffäre in Verbindung gebracht. Der Auftrag an Roland Berger wurde laut "Süddeutscher Zeitung" (Freitagsausgabe) aber bereits vor dieser Entscheidung des Kanzleramts erteilt. Die Berater sollen dem Bericht zufolge bis Herbst 2016 Vorschläge für ein engmaschiges Kontrollsystem und für neue Arbeitsprozesse ausarbeiten. Der Auftrag sei öffentlich ausgeschrieben worden.

afp

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