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Deutschland / Welt Plante Salafist Anschlag auf Stadtfest?
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16:43 17.08.2016
Ein Spezialeinsatzkommando der Brandenburger Polizei hat in Eisenhüttenstadt einen 27-jährigen Mann festgenommen. Er soll nach RND-Informationen einen Sprengstoffanschlag auf das Stadtfest in Eisenhüttenstadt geplant haben. Quelle: Patrick Pleul/dpa
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Eisenhüttenstadt

Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei hat in Eisenhüttenstadt einen Terrorverdächtigen festgenommen. Das bestätigte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Mittwochnachmittag. Es bestehe der Verdacht eines "geplanten terroristischen Aktes", der einen islamistischen Hintergrund haben könnte.

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In Eisenhüttenstadt ist möglicherweise ein Anschlag verhindert worden. Die Polizei nimmt einen mutmaßlichen Islamisten fest. Er soll ein Attentat auf das Stadtfest geplant haben.

Bei dem Verdächtigen handele es sich um einen 27-jährigen Deutschen, der in seiner Wohnung Sprengmittel gehabt haben soll, sagte ein Polizeisprecher in Frankfurt (Oder). Der Mann soll nach Informationen des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) einen salafistischen Hintergrund haben und einen Sprengstoffanschlag auf das Stadtfest in Eisenhüttenstadt Ende August geplant haben. Bei dem Verdächtigen soll es sich um einen Deutschen handeln.

Polizei-Hunde suchen Sprengstoff

Die Polizei durchsuchte die Wohnung mit Sprengstoffhunden. Nach Angaben aus Polizeikreisen wurden dabei keine Hinweise auf einen geplanten terroristischen Anschlag gefunden worden. In seiner Wohnung seien auch keine Hinweise auf einen möglichen islamistischen Hintergrund entdeckt worden, hieß es.

Das Stadtfest in Eisenhüttenstadt ist an drei Tagen vom 26. bis zum 28. August geplant. Die Stadt in Brandenburg an der Grenze zu Polen hat rund 30.000 Einwohner. In Eisenhüttenstadt sitzt die zentrale Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge in Brandenburg. An der Ausrichtung des Stadtfestes wird festgehalten. "Die Planung läuft erst einmal weiter", hieß es am Mittwoch von der Pressestelle der Stadt.

Wachsende Islamisten-Szene

Im Juli hatte eine Serie von Gewalttaten innerhalb einer Woche Deutschland erschüttert: In Würzburg ging am 18. Juli ein 17-Jähriger mit Axt und Messer auf Fahrgäste einer Regionalbahn los – fünf Menschen wurden verletzt. Drei Tage später tötete ein 18-Jähriger in München mit einer Waffe neun Menschen und anschließend sich selbst. Am 24. Juli sprengte sich in Ansbach auf einem Platz vor einem Konzert ein 27-Jähriger in die Luft, 15 Menschen wurden verletzt.

Der Verfassungsschutz geht von mehr als 43.000 Menschen in der islamistischen Szene in Deutschland aus. Diese ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen – vor allem durch den starken Zulauf bei der Gruppe der Salafisten, einer besonders konservativen Strömung innerhalb des Islam. Rund 8650 Leute werden inzwischen der Salafisten-Szene zugerechnet. Die Sicherheitsbehörden stufen viele Islamisten als gefährlich ein.

dpa/RND

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