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Hinz will bis Ende August ihr Mandat niederlegen

Umstrittene Bundestagsabgeordnete Hinz will bis Ende August ihr Mandat niederlegen

Die wegen ihrer Lebenslauf-Lüge in die Kritik geratene SPD-Bundestagsabgeordnete Petra Hinz will ihr Mandat Ende August abgeben. Die Bezüge, die sie bis dahin bekommt, will sie spenden.

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Die nach ihrer Lebenslauf-Lüge umstrittene SPD-Politikerin Petra Hinz bricht ihr Schweigen: Bis Ende August will sie ihr Bundestagsmandat niederlegen.

Quelle: Sven Hoppe/dpa

Düsseldorf. "Ich lege nach Rücksprache mit den Ärzten mein Bundestagsmandat bei einem Notar zum 31. August nieder", sagte die Politikerin mehreren Zeitungen in Nordrhein-Westfalen. Ihre Bezüge für den Monat August wolle Hinz spenden, heißt es in einer Vorabmeldung der Zeitungen. Die 54-Jährige hat entgegen ihren bisherigen Angaben weder Abitur gemacht noch Jura studiert.

Hinz hatte am Dienstag den Termin noch offen gelassen. Zwar hatte sie bereits angekündigt, dass sie ihr Mandat niederlegen werde, sobald sie die Klinik verlassen könne. Aber wann das sei werde, bestimmten ihre Ärzte. Nach Angaben der "Westdeutschen Zeitung" befindet sich Hinz in einer Klinik, in der ihr eine Therapie helfen soll, "zurück zu Würde und Selbstwert" zu gelangen, wie die Zeitung schrieb.

Kraft äußert Unverständnis

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) kritisierte Hinz. "Wie viele andere kann ich nicht verstehen, dass sie in der Lage ist, Interviews zu geben, aber es bisher nicht schafft, wie angekündigt ihr Bundestagsmandat niederzulegen", sagte Kraft der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung". Hinz sei eine engagierte Bundestagsabgeordnete für ihren Wahlkreis gewesen, habe aber einen schweren Fehler gemacht. "Es wäre umso wichtiger gewesen, schnell und sauber damit umzugehen."

Im Juli war herausgekommen, dass die langjährige SPD-Bundestagsabgeordnete wesentliche Teile ihres Lebenslaufes erfunden hat. Sie habe keine allgemeine Hochschulreife erworben, kein Studium der Rechtswissenschaften absolviert und auch keine Juristischen Staatsexamina abgelegt, erklärte damals der Anwalt der SPD-Politikerin.

dpa/RND

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