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SPD sucht per Anzeige nach Bundestagskandidaten

Aufruf bei Facebook SPD sucht per Anzeige nach Bundestagskandidaten

Ein SPD-Kreisverband in der Eifel sucht per Anzeige einen Kandidaten für die Bundestagswahl 2017. Das Besondere: Bewerber müssen nicht einmal SPD-Mitglied sein. Viele Medien berichten, Politikwissenschaftler sind unentschlossen. Ist das ein Coup – oder ein Armutszeugnis für die SPD?

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Bis zum 15. September kann man sich bei der SPD Bitburg-Prüm als Kandidat für die Bundestagswahl 2017 in der Eifel bewerben.

Quelle: dpa

Bitburg. Knapp 100.000 Einwohner, malerische Landschaften und vielleicht das Sprungbrett zur politischen Karriere? Der Eifelkreis Bitburg-Prüm, ganz am westlichen Rande der Republik gelegen, hat einiges zu bieten. Der großen Öffentlichkeit war Bitburg-Prüm dennoch kaum ein Begriff.

Bewerber müssen nicht mal SPD-Mitglied sein

Doch das ändert sich gerade. Verantwortlich dafür: Der SPD Kreisverband Bitburg-Prüm und dessen Vorsitzender Nico Steinbach. Der 32-jährige gelernte Bankkaufmann geht auf der Suche nach einem Kandidaten für die Bundestagswahl neue, ungewöhnliche Wege: Er hat ein Inserat aufgegeben – um so einen Kandidaten oder eine Kandidatin für Bundestagswahl 2017 zu finden.

Die im Internet-Auftritt des Kreisverbands und bei Facebook geschaltet Anzeige fragt keck: "Du möchtest Bundestagsabgeordnete/r werden?" Bemerkenswert sind die kaum vorhandenen Einschränkungen – man muss weder in Bitburg-Prüm wohnen, noch SPD-Mitglied sein, um sich zu bewerben.

Der Weg ist so ungewöhnlich, dass mehrere Medien das Thema aufgegriffen haben. Nun hat es die Kandidaten-Suche der SPD in Bitburg-Prüm sogar in die ARD-Tagesthemen geschafft (zum  Video in der ARD-Mediathek).

"Unerforschtes Neuland"

Neben einem Politikwissenschaftler ("Bitter für die Partei") und Bürgern ("Für die SPD? Ne") kommt auch SPD-Kreisverband-Vorsitzender Nico Steinbach darin vor. Als "innovativ und pfiffig" bezeichnet er die (eigene) Idee. Der SPD-Landtagsabgeordnete räumt aber auch ein, dass die Vorgehensweise "unerforschtes Neuland" sei. "Wir sind sehr gespannt, was dabei heraus kommt", sagt Steinbach.

Mehrere Bewerbungen sind bereits bei ihm eingegangen. Und es dürften noch eine Menge hinzu kommen – bis zum Bewerbungsschluss (15. September) ist noch Zeit.

Doch selbst wer es als Kandidat bei der SPD Bitburg-Prüm schafft, hat den Sprung in den Bundestag längst noch nicht sicher: Der Landkreis im äußersten Westen von Rheinland-Pfalz gilt als CDU-Hochburg. Bei der Kreistagswahl 2014 lag die SPD knapp 20 Prozent hinter der CDU.

zys/RND

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