Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 4 ° wolkig

Navigation:
Saudi-Arabien will den Leopard-Panzer nicht mehr

Umstrittener Rüstungsexport Saudi-Arabien will den Leopard-Panzer nicht mehr

Seit Jahren wird über den Verkauf von bis zu 300 "Leopard 2"-Panzern an Saudi-Arabien spekuliert und diskutiert. Nun stellt der saudische Botschafter klar, dass sein Land an dem Geschäft "nicht interessiert" sei. Ein Grund: Die öffentlichte Debatte in Deutschland über den Rüstungsexport.

Voriger Artikel
Nordkorea misslingt offenbar Raketenstart
Nächster Artikel
Cap-Anamur-Gründer Rupert Neudeck gestorben

Exportschlager: Der deutsche Leopard-Panzer

Quelle: dpa

Berlin. Saudi-Arabien will nach Angaben seines neuen Botschafters in Berlin keine Leopard-Kampfpanzer von Deutschland kaufen. "Die klare Wahrheit ist, dass wir an dem Panzergeschäft nicht interessiert sind", sagte Botschafter Awwad Alawwad dem Berliner "Tagesspiegel" (Dienstag). Waffengeschäfte seien für die Beziehung zwischen Deutschland und Saudi-Arabien "nicht ausschlaggebend", da deutsche Lieferungen weniger als ein Prozent der saudischen Rüstungsimporte ausmachten, heißt es in dem Bericht.

Weniger Waffengeschäfte mit den Saudis?

Der Botschafter kritisierte, die Debatte über Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien werde in Deutschland für interne politische Auseinandersetzungen missbraucht. Sofern dies nicht aufhöre, werde sein Land "zukünftig sehr zurückhaltend sein, was weitere Waffengeschäfte mit Deutschland angeht".

Alawwad hatte sein Amt im Dezember angetreten. Das Öl-reiche Saudi-Arabien ist ein wichtiger Abnehmer für Waffen aus Deutschland.

Über den Verkauf von Kampfpanzern an das autoritär regierte Königreich wird seit Jahren spekuliert. In Medienberichten hatte es geheißen, Saudi-Arabien wolle bis zu 300 "Leopard 2" kaufen. 2014 lieferte Deutschland nach dem jüngsten Rüstungsexportbericht Waffen im Wert von 209 Millionen Euro an das Land. Den Export des Sturmgewehrs G36 verweigert die Bundesregierung.

dpa/RND/zys

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Deutschland / Welt

Die Wahl ist entschieden: Donald Trump wird der 45. Präsident der USA. Auf unserer Themenseite finden Sie aktuelle Berichte, Analysen und Hintergrundinformationen zur Wahl des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. mehr

CDU-Parteitag in Hameln

Zum Landesparteitag der niedersächsischen CDU in Hameln haben sich rund 450 Delegierte versammelt, um über einen Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2018 zu entscheiden. Sie nominierten einstimmig Bernd Althusmann.

Die Karikatur des Tages

So sehen unsere Karikaturisten die Welt.