Navigation:
HAZ-Shop AboPlus Online-ServiceCenter
Krümmel

Scheer warnt vor Verharmlosung der Atomkraft


Der SPD-Umweltexperte Hermann Scheer warnt eindringlich vor einer Verharmlosung der Atomkraft. Es handle sich um ein Problem, das man nicht immer wieder beiseite schieben könne.

Das sagte Scheer am Mittwoch dem WDR. Mit Blick auf die Vorfälle im Atomkraftwerk Krümmel sagte er: „Es darf nicht der entscheidende Fehler passieren. Dann ist es aus.“ Ein solcher Fehler könne einen GAU auslösen, der ganze Wirtschaftsregion praktisch unbewohnbar machen würde. Im dicht besiedelten Deutschland wäre das „absolut katastrophal“, fügte Scheer hinzu. Das Problem der Atomtechnik sei, dass sie nicht fehlerfrei sei.

Scheer erinnerte an das niedersächsische Atommülllager Asse. Am Dienstag war bekannt geworden, dass erneut an mehreren Stellen radioaktiv belastete Lauge eingesickert ist. „Dort hieß es 30 Jahre von allen Wissenschaftlern aus der Atomtechnik, die in den großen deutschen öffentlich bezahlten Atomforschungszentren gearbeitet haben: Es ist absolut sicher, das ist knochentrocken. Das erfüllt alle Voraussetzungen für tausende von Jahren.“ Dies sei widerlegt worden. Das sei mit den Atommüllmengen und ihrer Endlagerung überhaupt nicht vereinbar.

Scheer bedauerte, dass ein sofortiger Ausstieg aus der Atomkraft nicht möglich sei. Die gesetzliche Grundlage zum Atomausstieg sei 2001 geschaffen worden. Für ein weiteres Gesetz zum Sofortausstieg oder zur Abschaltung eines besonders problematischen Reaktors fehlten im Moment die Mehrheiten.

ddp

Nächster Artikel
Nächster Artikel
Vorheriger Artikel
Voriger Artikel
Anzeige

Politik kompakt

Aus meinem Papierkorb

Michael B. Berger blickt am Ende jeder Woche in seinen (virtuellen) Papierkorb – und erzählt die Nachrichten, die liegen geblieben sind, aber doch Beachtung finden sollten.

Michael B. Berger blickt am Ende jeder Woche in seinen (virtuellen) Papierkorb – und erzählt die Nachrichten, die liegen geblieben sind, aber doch Beachtung finden sollten.

Testen Sie Ihr Wissen

Madsack im Gespräch

Das Madsack-Hauptstadtstudio.

Unsere Redakteure im Hauptstadtbüro führen TV-Interviews mit Menschen, die etwas zu sagen haben.

Angst vor Austritt
Foto: Die Angst vor dem Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone belastet die europöäische Währung.

Auch an den Devisenmärkten wächst die Sorge um einen möglichen Euroaustritt Griechenlands. Anleger flüchten in sichere Häfen, der Euro geht auf Talfahrt. Wann und wo diese endet, hängt nicht zuletzt vom Ausgang der Wahlen in Griechenland ab - und vom Erfolg der Brandmauern.

Anzeige


Top