Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland / Welt 20 Zivilisten sterben bei Geiseldrama in Dhaka
Nachrichten Politik Deutschland / Welt 20 Zivilisten sterben bei Geiseldrama in Dhaka
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:07 02.07.2016
In einem Restaurant im Diplomatenviertel von Bangladeschs Hauptstadt Dhaka hat es am Freitagabend eine heftige Schießerei zwischen Polizisten und bewaffneten Männern gegeben. Sicherheitskräfte sperrten das Viertel ab. Quelle: EPA/STRINGER
Anzeige
Dhaka/Washington

Nach einem stundenlangen Geiseldrama in der Hauptstadt von Bangladesch sind die Sicherheitskräfte am Samstagmorgen zum Sturm angetreten. Dabei wurden mindestens 20 Geiseln und sechs Geiselnehmer getötet, teilte ein Militärsprecher am Sonnabend mit. Zuvor waren bereits zwei Polizisten bei Schusswechseln mit den Geiselnehmern gestorben. Nach inoffiziellen Angaben der Polizei und lokalen Medien wurden zwischen fünf und 13 der Geiseln befreit. Offizielle Zahlen wurden jedoch zunächst nicht genannt.

Zur Galerie
Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat sich zu einem Angriff auf ein Restaurant in Bangladeschs Hauptstadt Dhaka bekannt. Ein IS-Kommando habe ein von Ausländern besuchtes Restaurant angegriffen, meldete die IS-Nachrichtenagentur Amaq am Freitag.

Spezialeinheiten von Polizei und Militär hatten zuvor das Gebiet rund um das Restaurant im Diplomatenviertel von Dhaka abgeriegelt und schweres Gerät aufgefahren. Während der Aktion waren Schüsse und Explosionen zu hören. Nach Angaben von lokalen Reportern vor Ort wurde die Aktion nach kurzer Zeit beendet. Mehrere Rettungswagen standen demnach vor dem Restaurant.

In der Nacht zum Samstag hatten mindestens acht Bewaffnete das spanische Restaurant "Holey Artisan Bakery" angegriffen und sich dort mit mindestens 20 Geiseln verschanzt. Unter den Geiseln waren auch sieben Italiener, berichtete die italienische Agentur Ansa. Nach Angaben aus Tokio waren möglicherweise auch Japaner betroffen. Schon zu Beginn der stundenlangen Belagerung starben nach Behördenangaben zwei Polizisten, und mindestens 25 Menschen wurden verletzt.

Nach Angaben der US-Terrorbeobachtungsstelle Site bekannte sich die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu dem Angriff auf das Restaurant. Site berief sich auf Berichte der IS-nahen Nachrichtenagentur "Amaq". Zudem veröffentlichte Site über Twitter ein Poster der dem IS nahe stehenden "Sons Caliphate Army", das sich auf den Anschlag bezieht. Die Behörden haben sich noch nicht zu den Tätern geäußert.

Seit Anfang 2013 leidet das muslimische Bangladesch mit seinen rund 160 Millionen Einwohnern unter einer Serie islamistisch motivierter Angriffe. Opfer sind in der Regel Religionskritiker, Intellektuelle und Angehörige religiöser Minderheiten. Auch gegen ausländische Staatsbürger wurden schon Anschläge verübt.

Zu vielen der Attentate bekannten sich islamistische Organisationen wie Al-Kaida und der Islamische Staat (IS) oder lokale Organisationen, die mit ihnen verbunden sind. Die Regierung bestreitet jedoch, dass der IS in Bangladesch aktiv sei und macht örtliche Extremistengruppen und die Opposition für die Anschläge verantwortlich.

Auswärtiges Amt: keine Hinweise auf deutsche Opfer

Nach der Geiselnahme in der Hauptstadt von Bangladesch hat das Auswärtige Amt derzeit keine Hinweise darauf, dass Deutsche betroffen sein könnten. Das sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Berlin am Samstag auf dpa-Anfrage. Die deutsche Botschaft in Bangladesch stehe in ständigem und engem Kontakt mit den zuständigen Behörden in Dhaka.

dpa/afp/RND

"Geht hin und tötet sie:" Der neue philippinische Präsident Rodrigo Duterte hat zum Mord an Drogendealern und auch süchtigen Menschen aufgerufen. Einige wurden bereits exekutiert.

01.07.2016

Nato-Gipfel, Weltjugendtag und Papstbesuch: Wegen mehrerer Großveranstaltungen müssen Reisende auf dem Weg nach Polen vorübergehend mit Grenzkontrollen rechnen. Darauf hat die Bundespolizei in Berlin und Pirna hingewiesen.

01.07.2016

AfD-Chefin Frauke Petry hat die Wiederholung der Bundespräsidentenwahl in Österreich begrüßt. Petry sprach von einem "Hoffnungsschimmer für Rechtsstaatlichkeit".

01.07.2016
Anzeige