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Schweiz entscheidet über Fahrplan für Atomausstieg

Volksabstimmung Schweiz entscheidet über Fahrplan für Atomausstieg

Deutschlands südlicher Nachbar verabschiedet sich ebenfalls vom Atomstrom. Darüber sind sich die Schweizer einig. Der Zeitplan muss aber erst an der Wahlurne geklärt werden. Die Schweizer entscheiden am Sonntag in einer Volksabstimmung über die Restlaufzeit ihrer Atomkraftwerke.

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In einer Volksabstimmung entscheidet die Schweiz über den Fahrplan für den Atomausstieg.

Quelle: dpa

Bern. Die Eidgenossen stimmen über die Initiative der Grünen Partei (GPS) für einen "geordneten Ausstieg aus der Atomenergie" ab. Sie sieht vor, dass alle fünf Atomkraftwerke des Landes in den nächsten 13 Jahren vom Netz gehen müssen. Für drei der ältesten Atomkraftwerke der Welt - darunter zwei in unmittelbarer Nähe zu Baden-Württemberg - käme so schon nächstes Jahr das Aus.

Die 1969 sowie 1971 fertiggestellten AKW Beznau 1 und Beznau 2 liegen weniger als zehn Kilometer Luftlinie von der Südgrenze Deutschlands entfernt. Auch das Atomkraftwerk Mühleberg in der Nähe von Bern müsste 2017 vom Netz genommen werden, die zwei weiteren Schweizer AKW bis spätestens 2029. Beznau 1 war der erste Atommeiler der Schweiz und ist das älteste noch in Betrieb befindliche Kernkraftwerk der Welt.

Umfragen deuten auf einen leichten Vorteil für die Abschaltungsbefürworter hin. Grundsätzlich hatte auch die Schweizer Regierung nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima 2011 den Ausstieg aus der Atomenergie beschlossen. Anders als in Deutschland wurde aber kein genauer Fahrplan festgelegt, wann welches der fünf Atomkraftwerke des Alpenlandes stillzulegen ist. Mit dem Abstimmungsergebnis wird bis ungefähr 16.30 Uhr gerechnet.

Die Befürworter des Referendums weisen auf das hohe Alter der Schweizer Reaktoren und das Risiko von Atomunfällen hin. Ein geordneter Ausstieg würde den Anbietern von erneuerbaren Energien helfen, argumentieren sie. Die Regierung warnt, dass ein vorschneller Ausstieg Importe ausländischen Atom- und Kohlestroms notwendig machen würde. Zudem fürchtet Bern Entschädigungsforderungen der AKW-Betreiber.

dpa

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