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10 Tote nach Selbstmordanschlag in Kabul

Anschlag in Kabul 10 Tote nach Selbstmordanschlag in Kabul

Während des Besuchs von Innenminister Thomas de Maizière in Kabul sind bei einem Selbstmordanschlag mindestens zehn Menschen gestorben. Die Anzahl der Verletzten wird derzeit auf mindestens 12 Menschen geschätzt. Zuvor war von 20 Menschen die Rede.

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Das afghanische Sicherheitspersonal kümmert sich um die Verletzten, die bei einem Selbstmordattentat in Kabul getroffen wurden.

Quelle: AFP Photo/ Shah Marai

Kabul. Bei einem Selbstmordanschlag in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind während des Besuchs von Innenminister Thomas de Maizière mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. 12 weitere Menschen seien verletzt worden, teilte der stellvertretende Innenminister Ajub Salangi per Kurznachrichtendienst Twitter mit. Die meisten Opfer seien Zivilisten.

Bundesinnenminister de Maizière ist in der Deutschen Botschaft in Kabul zu Gast und spricht über sichere Gebiete, in die Flüchtlinge zurückgeschickt werden können. Dann sprengt sich ein Selbstmordattentäter in die Luft. Er stammt - ausgerechnet - aus Kundus. Unter den Opfern seien zwei Polizisten sowie der Attentäter, sagte der Sprecher der Kabuler Polizei, Basir Mudschahid am Montag. Zwölf Menschen seien verletzt worden, darunter eine Frau. Der stellvertretende afghanische Innenminister Ajub Salangi hatte zuvor von 20 Verletzten gesprochen.

Der Anschlag geschah am frühen Nachmittag an einer stark befahrenen Verkehrsader im Westen der Stadt vor dem Zoo. Ein Sprecher des Innenministeriums, Nadschib Danisch, sagte, ein Selbstmordattentäter habe sich am Tor eines Lagers der Nationalen Polizei für Öffentliche Ordnung in die Luft gesprengt. Er sei zu Fuß unterwegs gewesen. Welcher Extremistengruppe der Attentäter angehört, blieb zunächst unklar.

Bei dem Besuch von de Maiziére geht es vor allem um dem Zustrom afghanischer Flüchtlinge nach Europa und Möglichkeiten, wie dieser reduziert werden kann. De Maizière hatte am Morgen gesagt, es könne nicht sein, dass die afghanische Bevölkerung und gerade die jungen Leute ihr Land verließen, um in Deutschland eine wirtschaftlich bessere Zukunft zu suchen. Afghanen ohne Schutzperspektive in Deutschland sollen nach dem Willen des Ministers möglichst freiwillig in ihre Heimat zurückkehren . "Natürlich ist die Sicherheitslage in Afghanistan kompliziert", sagte de Maizière. "Aber Afghanistan ist ein großes Land. Dort gibt es unsichere und sichere Gebiete." Eventuell könnten diese Menschen vor Ort auch ein Startguthaben bekommen, um sich wieder ein Leben aufzubauen.

dpa

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